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Freies Internet ist in einigen Orten geplant. 

Internetanschluss

Der Landkreis vernetzt sich

Bad Tölz-Wolfratshausen – Das Förderprogramm „Bayern-WLan“ macht sich bemerkbar: Zahlreiche Hotspots sollen auch in der Region entstehen.

Überall bequem surfen: Das soll bis 2020 in der Stadt und auf dem Land ermöglicht werden. Der Freistaat will durch sein Programm „Bayern-WLan“ die Kommunen bei der Finanzierung von öffentlichen Hotspots fördern. Einige Gemeinden des Landkreises nahmen dies zum Anlass, sich Gedanken über die Einrichtung eines Hotspots zu machen. Die Stadt Bad Tölz besitzt sogar schon jetzt einige WLan-Zugänge, welche vor Beginn des Förderprogramms bereits in Planung waren.

„Gut besuchte Plätze und Wege sind bereits großflächig mit einem Hotspot abgedeckt“, sagt Ithamar Garbe, Leiter der Abteilung für Informations- und Kommunikationstechnik Bad Tölz. Es gibt zum Beispiel WLan am Rathaus, am Anfang der Marktstraße und an mehreren Standorten im Badeteil. „Zusätzlich werden bis voraussichtlich Anfang November Hotspots am Ende der Marktstraße, am Kalvarienberg sowie am Wohnmobilstellplatz in Betrieb genommen“, erklärt Garbe.

Für den Zugang muss der Nutzer seine Handynummer auf einer Internetseite angeben. Im Anschluss daran erhält er per SMS einen Code, der wiederum in dieselbe Webadresse einzugeben ist. Derzeit ist die Nutzung des Hotspots auf zwei Stunden pro Tag begrenzt. „Wir sind aber gerade in der Einführungsphase und werden bei Bedarf die Stundenanzahl erhöhen“, so Garbe. Im Schnitt befinden sich rund 50 Leute gleichzeitig im Netz. „Es können aber je nach Tageszeit bis zu 100 Personen werden.“

Wenn man im Nachhinein die Zuschüsse vom Freistaat bekommen würde, wäre das für die Stadt schön. Jedoch sei die Integration des Netzes aus technischer Sicht nicht so einfach. Nutzer würden dann zu Beginn der Anmeldung eine Auswahl zwischen dem Anbieter Bad Tölz und dem Bayern-WLan bekommen.

"Findungsphase" in Königsdorf

In Königsdorf hat man sich bereits für den Förderzuschuss angemeldet. Im Rahmen des Programms werden die Kosten für die Ersteinrichtung von WLan an zwei verschiedenen Standorten im Gemeindebereich vom Staat übernommen. „Wir befinden uns in der Findungsphase“, sagt Bürgermeister Anton Demmel. Noch sei nicht klar, an welchen Standorten das WLan eingerichtet werden soll und welche Kosten anfallen würden. Denn die laufenden Kosten nach der Ersteinrichtung müssen von jeder Gemeinde selbst getragen werden. „Das Gewerbegebiet würde sich eventuell anbieten“, so Demmel. Es sei aber noch nichts entschieden. Zudem warte die Gemeinde auf den Breitbandanschluss, welcher die nötige Infrastruktur für das WLan bieten soll. Dadurch soll ein schnellerer Zugang zum Internet ermöglicht werden. „Davor macht ein Hotspot wenig Sinn“, erklärt Demmel.

Auch in Benediktbeuern und Bichl hat man das Förderprogramm zur Kenntnis genommen. „In den nächsten Gemeinderatssitzungen möchte ich das Thema ansprechen und Kosten sowie Informationen zusammentragen“, sagt der Benediktbeurer Rathaus-Geschäftsleiter Franz Pölt. Bisher sei ein öffentlicher Hotspot nicht vorstellbar gewesen. Durch die „Störerhaftung“ wären private und gewerbliche Betreiber für Rechtsverletzungen der Nutzer verantwortlich gemacht worden. Das Förderprogramm „Bayern-WLan“ schütze nun die Anbieter.

Eingeschränkte Hotspots in Kochel

Kochel bietet zwei öffentliche Hotspots an, welche aber nur eingeschränkt nutzbar sind. Sie befinden sich am Bahnhof und an der Tourist-Information in Walchensee. Einige Telekom-Kunden haben die Nutzung der Hotspots in ihren Handyverträgen inkludiert oder sind Mitglied der „WLan-to-go-Community“ und dürfen den Hotspot kostenfrei nutzen. Alle anderen Interessierten müssen einen Tagespass für den Internetzugang erwerben. Für die weitere Vernetzung der Gemeinde ist „noch nichts Konkretes in der Planung“, sagt Manuel Huber von der Tourist-Info.

Auch für die Jachenau ist der Ausbau des WLan-Netzes „Zukunftsmusik“, so Geschäftsleiter Martin Staltmair. „Im Moment steht der Umbau des Gasthofs Post im Vordergrund.“ In Lenggries und in Reichersbeuern soll – wie bereits berichtet – kostenloser Internetzugang ermöglicht werden.

Tatjana Kintscher

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