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Ortstermin auf der Baustelle: (v. li.): Jutta Liebl, Brigitte Albrecht, Stephanie, Sylvia, Markus und Karin Hörmann sowie Gudrun Görres und Gerhard Grasberger. Auf der Schlösslwiese soll das Mehrgenerationenhaus mit 15 Mietwohnungen entstehen.

Bauprojekt auf der Schlösslwiese

Geben und Nehmen

Bad Tölz - Auf der Tölzer Schlösslwiese entstehen 60 Wohnungen, 15 davon explizit für Jung und Alt. Die Bauherren und der Förderverein stellten nun ihr Projekt mit dem Namen Mehrgenerationenhaus vor. 

Die Hörmann Hausbau GmbH verfolgt derzeit in Bad Tölz mehrere Wohnbau-Projekte. Während der künftige Hotelbau am Bichler Hof bereits für rege Diskussionen sorgt (wir haben berichtet), scheint das Mehrgenerationenhaus durchweg positiv bei der Bevölkerung anzukommen. Dieses Bild ergab sich zumindest bei einer Info-Veranstaltung, zu der über 50 Interessenten in den Tölzer „Binderbräu“ gekommen waren.

Zuvor hatte Stephanie Hörmann als Vertreterin des Bauherrn zusammen mit dem „Förderverein Mehrgenerationenhaus “ das für Bad Tölz neuartige Bauprojekt bei einem Ortstermin vorgestellt. So entstehen seit August in einem ersten Bauabschnitt auf der bislang grünen Schlösslwiese – zwischen dem Restaurant Schlössl im Badeteil und der Wackersberger Straße – 15 Mietwohnungen verschiedener Größen, die alle auf einer gemeinsamen Tiefgarage basieren. Auf insgesamt vier Stockwerken sollen sie für Interessenten aller Altersstufen, für Singles ebenso wie für Familien, geeignet sein. Herzstück ist ein großer grüner Innenhof, in dem Kinder spielen könnten und gemeinsame Aktivitäten stattfinden sollen. Zudem ist ein Gemeinschaftsraum in Form einer weiteren Wohnung im Parterre vorgesehen, dessen Mietkosten von allen Mietern gemeinsam getragen werden.

Stephanie Hörmann zufolge werden alle Wohnungen von ihrer Familie vermietet, wobei die Mieter selbst vom Förderverein ausgesucht werden. Dort muss man also Mitglied werden, wenn man in dem Mehrgenerationenhaus einziehen möchte. Durch die Teilnahme an regelmäßig stattfindenden Treffen soll sich im Vorfeld zeigen, ob die Interessenten für das Projekt geeignet sind. Schließlich handelt es sich um eine frei gewählte und aktive Hausgemeinschaft. Dabei kann sich jeder, muss sich aber nicht einbringen, wie die Vize-Vorsitzende des Fördervereins, Jutta Liebl, sagte: „Jeder hat seine eigene Wohnung, seine Rückzugsmöglichkeit.“ Im Idealfall sollen aber zum Beispiel ältere Menschen die Kinder ihrer Nachbarn beaufsichtigen oder mit ihnen spielen. Im Gegenzug könnten die Jüngeren die eine oder andere Besorgung für die älteren Bewohner erledigen – ein gegenseitiges Geben und Nehmen also.

Die zunächst vorgesehenen 15 Wohnungen – weitere werden bei Bedarf gebaut – sind 47 bis 153 Quadratmeter groß, haben einen Aufzug, sind barrierefrei und mit Balkon oder Garten ausgestattet. „Der Mietpreis wird bei 11 bis 11,50 Euro pro Quadratmeter liegen,“ sagte Hörmann. Die Penthouse-Wohnungen werden etwas teurer sein. Besonderen Wert will man auf möglichst geringe Nebenkosten legen. Deshalb sollen zum Beispiel eine Pellets-Heizung sowie Fotovoltaik zum Einsatz kommen. Auch durch den Verzicht auf eine aufwändige Hausverwaltung soll die „zweite Miete“ möglichst wenig ins Gewicht fallen. Die ersten Wohnungen sollen im Winter 2017 bezugsfertig sein.

Insgesamt sind auf dem großen Gelände, das der Familie Hörmann gehört, 60 Wohnungen geplant, die auch ganz normal vermietet werden – Eigentum wird dort nicht angeboten. Wie Fördervereinsvorsitzender Gerhard Grasberger bei der Infoveranstaltung ausführte, plant man in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wackersberg ein weiteres Projekt am Burgstein. Dabei betonte er, dass seiner Meinung nach gemeinsames Wohnen im Bereich der Montessori-Schule auf der Flinthöhe „ideal gewesen wäre“. Leider habe man das bei der Stadt Bad Tölz anders gesehen und errichte dort derzeit eine Asylbewerberunterkunft.

Karl Bock


Kontakte für Interessenten

Wer sich für das Projekt Mehrgenerationenhaus interessiert, kann direkt mit Jutta Liebl in Murnau (Telefon 0 88 41/48 98 44) Kontakt aufnehmen. Die zweite Möglichkeit wäre eine Mail an den Förderverein (mgh@web.de).

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