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Ein lohnendes Ziel ist die Staffelalm am Rabenkopf immer – und am „Tag des offenen Denkmals“ ganz besonders für Kunstinteressierte, die dann zwei Fresken von Franz Marc im Inneren besichtigen können. 

Tag des offenen Denkmals im Tölzer Land

Aktionstag am 11. September: Von der Burgruine bis zur Schäfflerei

Bad Tölz-Wolfratshausen – Hinter viele Türen, die normalerweise verschlossen bleiben, können Interessierte am Sonntag, 11. September, blicken. Zum „Tag des offenen Denkmals“ unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ sind viele geschichtlich bedeutsame Stätten im Landkreis zu besichtigen, und das bei freiem Eintritt und unter fachkundiger Führung.

Georgskirche: Die renovierte Georgskirche in Bichl kann von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Pfarrer und Mitglieder der Kirchenverwaltung stehen für Fragen rund um die Sanierung zur Verfügung.

Glentleiten: Das Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ passt perfekt zum Freilichtmuseum Glentleiten. Denn nichts anderes tut täglich das etwa 60-köpfige Team der Einrichtung in Großweil mit seinen Handwerkern, Wissenschaftlern und Museumspädagogen. Am Sonntag können die Besucher an zwei Führungen teilnehmen. Um 11 Uhr geht es um die Museumsarbeit und die historischen Gebäude des Freilichtmuseums, um 14 Uhr erfahren die Besucher Spannendes über die Gärten, Wiesen und Felder der Glentleiten. Für Kinder und Familien findet im „Haus zum Entdecken“ von 13 bis 16 Uhr ein Mitmachprogramm statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das Programm ist für Besucher kostenlos, es fällt lediglich der Museumseintritt an (Erwachsene: 7 Euro, Familien: 14 Euro). Finanziert wird es vom Freundeskreis des Museums, der 3500 Mitglieder hat.

Kloster Benediktbeuern: 

  •  Pater Karl Geißinger zeigt und erläutert in Führungen um 11 und 14 Uhr den Maierhof. Treffpunkt ist jeweils die ZUK-Rezeption.
  • Den Alten Bibliothekssaal (heute Speisesaal) mit seinen Fresken und Stuckdekorationen sowie den normalerweise nicht zugänglichen Psallierchor mit einer sehenswerten Stuckdecke präsentiert Pater Johannes Neuner in Führungen um 13 und 15 Uhr. Treffpunkt ist die Klosterpforte.

Treffpunkt für eine Führung durch das Museum in der Fraunhofer-Glashütte ist um 14 Uhr die Klosterpforte.

  • Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik stellt in der Alten Schäfflerei des Klosters Benediktbeuern seine Forschungsarbeit und die Fortschritte auf der „Gläsernen Baustelle“ vor. Die ehemalige Fassmacherei liegt im Handwerkerbezirk des Klosters und beherbergt das Fraunhofer-Zentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege. Auf plastische Art erhalten die Besucher dort Einblicke in die verschiedenen Bereiche der handwerklichen und denkmalgerechten Instandsetzung des Gebäudes. Die Alte Schäfflerei ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet, die Führungen finden um 12 sowie 14 Uhr statt. Mehr Infos im Internet auf der Seite www.denkmalpflege.fraunhofer.de.

Kloster Beuerberg: Die erfolgreiche Ausstellung „Klausur – Vom Leben im Kloster“ gewährt außergewöhnliche Einblicke. Seit dem Auszug der letzten Klosterschwestern ist dort die komplette Einrichtung geblieben, wie sie war – bis hin zur Box mit Häkelnadeln. Um 11 und 15 Uhr werden Führungen angeboten.

Kapelle St. Nikolaus: Die Kapelle St. Nikolaus in Geretsried ist von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr geöffnet. Mitglieder der Interessengemeinschaft Nikolaus-Kapelle stehen für Erläuterungen zur Verfügung.

Kirche St. Benedikt: Die Turmbesteigungen sind im wahrsten Sinne der Höhepunkt bei den stündlichen Führungen durch die Kirche St. Benedikt in Geretsried-Gelting, die von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist. Treffpunkt ist jeweils der Kircheneingang.

Hufschmiede: Die von der Stadt Geretsried erworbene und restaurierte alte Huf- und Wagenschmiede in Gelting kann zwischen 14 und 17 Uhr nicht nur besichtigt werden. Dort führt auch ein Schmied vor, wie die Einrichtung benutzt wurde. Treffpunkt: neben der Kirche, an der Friedhofsmauer in der Ortsmitte.

Staffelalm: In der Staffelalm am Rabenkopf zieren zwei Fresken von Franz Marc die Wände, dessen 100. Todestag dieses Jahr begangen wurde. Damit man sie besichtigen kann, müssen einem die Almleute Zutritt gewähren – wozu im Alltag nicht immer Gelegenheit ist. Am „Tag des offenen Denkmals“ ist auf jeden Fall von 11 bis 16 Uhr geöffnet, und nachmittags werden Führungen zu den Bildern angeboten. Der Aufstieg ist entweder von der Jachenau, von Pessenbach oder von Kochel am See aus möglich und dauert rund zweieinhalb Stunden.

Königshütte: Die schön sanierte Königshütte am Altlacher Hochkopf hat der Alpenverein Vier-Seen-Land gepachtet. Für die Öffentlichkeit ist sie sonst nicht zugänglich. Am „Tag des offenen Denkmals“ aber ist dort von 11 bis 15 Uhr Bewirtung geboten. Um 11.45 Uhr wird eine Bergmesse gefeiert. Der Aufstieg vom Parkplatz Altlach (Mautstraße ab Einsiedl) dauert zirka zwei Stunden.

Grenzsteine: Der Jachenauer Hobbyforscher und Chronist Jost Gudelius hat viele der historischen Grenzsteine aufgespürt, die ab 1584 die Grenze zwischen dem Klostergericht Benediktbeuern und dem Landgericht Tölz markierten. Gudelius führt Interessierte in einer etwa sechseinhalbstündigen Tour zu den Steinen und erläutert die Hintergründe. Treffpunkt ist um 9 Uhr der Parkplatz beim Dannerer in Jachenau-Tannern. Da unterwegs keine Einkehrmöglichkeit besteht, sollte man Verpflegung einpacken – außerdem festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Um 15.30 Uhr fährt die Gruppe mit dem RVO-Bus zurück.

Walchenseekraftwerk: Info-Zentrum und Maschinenhaus sind von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Außerdem können die Besucher ganztägig mit der Betriebsbahn zum „Wasserschloss“ hinauffahren. Von dort besteht die Möglichkeit, zu Fuß über die Kesselbachfälle abzusteigen – vorausgesetzt, man trägt festes Schuhwerk.

Klösterl in Zwergern: Erstmals seit 14 Jahren öffnet das Klösterl auf der Halbinsel Zwergern am Walchensee zum „Tag des offenen Denkmals“ seine Pforten. Die Kirche mit einem Asam-Altarbild ist von 10.30 bis 11.30 und 14 bis 17 Uhr geöffnet, es gibt stündlich Führungen. Vom Campingplatz Walchensee sind es 800 Meter Fußweg bis zum Klösterl.

Ruine Hohenburg: Sofern es nicht regnet, erläutert Stephan Bammer ab 10 Uhr in einer Führung die Geschichte der Hohenburg – von der heute nur Ruinen bleiben. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Hohenburg.

Kirche Nantwein: Paul Brauner, Bernhard Reisner und Wolfgang Schäl – sie alle sind Mitglieder des Historischen Vereins Wolfratshausen – führen um 14 Uhr durch die Friedhofskirche St. Laurentius in Nantwein und über den Friedhof. Treffpunkt ist der Kircheingang am Friedhof.

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