Kommunen, Gelber Sack
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Online-Petition

Teilerfolg für den Gelben Sack

Bad Tölz-Wolfratshausen – In einer Online-Petition fordert ein Gaißacher die Einführung des Gelben Sacks. Jetzt hat er das (nicht verbindliche) Quorum erfüllt.

Weg mit der Wertstoffinsel, her mit dem Gelben Sack, das fordert eine Petition für den Landkreis. Alexander Hofmann aus Gaißach hat sie vor gut drei Wochen im Internet initiiert (wir berichteten). Seitdem hat er 1523 Unterschriften von Landkreis-Bürgern gesammelt – und damit das freiwillig gesetzte Quorum erfüllt. Die Frist der Petition ist derweil noch nicht abgelaufen. 163 Tage (Stand: 12. Februar) steht sie Unterstützern noch offen.

Hofmanns Freude über diesen großen Zuspruch ist allerdings getrübt. „Es ist ein Teilerfolg“, sagt der Krankenpfleger und Hobbyfotograf. Wie berichtet hat der Landkreis inzwischen nämlich bereits auf die Petition reagiert – und dem Wunsch nach einer Überarbeitung des Tölzer Konzepts eine Absage erteilt. Bei einem Pressegespräch bei der WGV in Quarzbichl informierte Landrat Josef Niedermaier darüber, dass Verträge bis 2018 den Landkreis an das Trennsystem mit Wertstoffinseln binde.

„Ich habe ja nicht erwartet, dass es mit der Petition in drei Monaten einen Gelben Sack gibt“, sagt Hofmann. Ihn ärgere aber, dass alles an der Politik hängt. Niedermaier nannte unter anderem als Grund, dass die Bundesregierung die rechtliche Grundlage der Wertstoffentsorgung überarbeite und man das abwarten müsse. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so kompliziert ist“, sagt der 31-Jährige. Seit er seine Petition gestartet hat, habe er nur positive Rückmeldungen von Gleichgesinnten bekommen und mit vielen Menschen über das Tölzer Konzept gesprochen. „Als ich die Petition eingerichtet habe, hätte sie auch einfach im Sande verlaufen können. Mit so vielen Unterschriften habe ich nicht gerechnet.“

Nicht gerechnet hat er auch mit der medialen Aufmerksamkeit – auch wenn Hofmann mit der Petition freilich das Problem der Wertstoffinseln ins Bewusstsein rücken wollte.

Da der Gaißacher das Quorum erreicht hat, bittet der Anbieter von „openpetition.de“ beim Landkreis nun um eine Stellungnahme, die auf der Internetseite veröffentlicht wird. Davon verspricht sich Hofmann allerdings nicht viel. „Sie haben ja jetzt schon reagiert.“ Die Nachfrage geschieht ohnehin erst, wenn die Frist abgelaufen ist, also in 164 Tagen.  

Susanne Weiß

Susanne Weiß

E-Mail:info@merkur.de

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