Sepp van Hüllen lädt am Sonntag, 2. Oktober, alle Musikliebhaber um 11 Uhr zur Matinee in die Tölzer Stadtpfarrkirche ein. Die acht Studenten geben eine Kostprobe ihres Könnens. bib

Großes privates Engagement

Russische Orgelstudenten auf Tour

Bad Tölz/Gaißach – Der Verein der Orgelfreunde im Tölzer Land stemmt derzeit mit großem privaten Engagement ein besonderes Projekt: Er ermöglicht es acht Orgelstudenten aus Russland, zwei Wochen lang durch Bayern zu reisen, um auf den unterschiedlichsten Instrumenten zu spielen.

Die jungen Musiker, die von ihrem Professor begleitet werden, sind Ende vergangener Woche angekommen und bleiben noch bis zum 10. Oktober. Sie geben mehrere Konzerte im Tölzer und Miesbacher Land.

Treibende Kraft hinter dem Projekt ist der Vereinsvorsitzende Sepp van Hüllen aus Gaißach. Er selbst hat zu Hause zwei Studenten und Professor Alexander Fiseisky, den Leiter der Orgelabteilung des renommierten Gnessin-Instituts in Moskau, aufgenommen. Auch die anderen Studenten, insgesamt sechs Frauen und zwei Männer, wurden privat einquartiert.

Für die jungen Russen ist die Reise etwas ganz Besonderes. Denn in ihrer Heimat sind Orgeln rar. In der russisch-orthodoxen Kirche steht der Gesang im Mittelpunkt. Folglich möchten sie jede Möglichkeit nutzen, in Bayern und auch in Österreich auf ganz unterschiedlichen Instrumenten spielen zu können. „Das ist Sinn und Zweck der Studienreise“, sagt van Hüllen.

Das Programm ist dicht gedrängt: Neben München (dort werden unter anderem die Frauen- und die St. Michaelskirche besichtigt) sind auch Landsberg (Heilig-Kreuz-Kirche), Füssen (St. Mang) und Regensburg (Dom) Stationen. Die Spannbreite der Instrumente ist extrem. Van Hüllen erklärt: Die Metzler-Orgel im österreichischen Hopfgarten – dort sind die Studenten am 7. Oktober – ist rein mechanisch, es gibt dort noch keine Elektronik. Dagegen ist die Rieger-Orgel in der Michaelskirche in München mit allen modernen Raffinessen ausgestattet. „Mit der können die Organisten zaubern“, schwärmt van Hüllen.

In Russland stünden Musikern meist große Konzertorgeln zur Verfügung. In Bad Tölz hingegen könnten die Studenten auch mal auf einer kleinen, modernen Kaps-Orgel spielen, wie sie in Ellbach im vergangenen Jahr eingeweiht wurde.

Ohne Sponsoren wäre diese Studienreise gar nicht möglich, betont van Hüllen. Für die Fahrten quer durch Bayern stellt beispielsweise der Skiclub Gaißach für die ersten Tage seinen Skibus zur Verfügung. Weitere finanzielle Unterstützung kommt von drei Lions-Clubs und einigen Privatpersonen. Der Verein übernimmt die Kosten für die Studenten während ihres Aufenthalts.

Die Studenten geben in den kommenden Tagen einige Konzerte in der Region. Eine Übersicht steht im Internet auf www.toelzer-orgelfesttage.de. Wer Kontakte zu den Musikern knüpfen möchte, kann sich bei einer Veranstaltung oder bei van Hüllen melden.  

Die Konzerte im Überblick: Freitag, 30. September: Sachsenkam, St. Andreas, 9 Uhr; Lenggries, St. Jakob, 14 Uhr; Samstag, 1. Oktober: Bad Tölz, Stadtpfarrkirche, 9 Uhr; Franziskanerkirche von 12 bis 15.30 Uhr (Übungen); Sonntag, 2. Oktober: Bad Tölz, Stadtpfarrkirche, 11 Uhr Matinee. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

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