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Auf den Charme der Alten Madlschule will Verena Peck, Vorsitzende der Komischen Gesellschaft, auch in Zukunft nicht verzichten. Dieses Anliegen unterstützten über 1000 Unterzeichner auf Unterschriftenlisten.

Zukunft der Alten Madlschule

Vereine sammeln über 1000 Unterschriften

Bad Tölz - Das Thema war Anfang des Jahres ein Aufreger. Jetzt hat man lange nichts gehört von der geplanten Immobilien-Rochade rund ums Kulturhaus Alte Madlschule. Die beiden Vereine „Lust“ und Komische Gesellschaft, die gerne in ihrem angestammten Domizil bleiben möchten, können mittlerweile auf viele Unterstützer verweisen.

Eine große Diskussion brandete auf, als die Idee zu einem Immobilien-Ringtausch öffentlich wurde. Die Stadt trägt sich bekanntlich mit dem Gedanken, die Alte Madlschule an die Pfarrei und das ehemalige Franzisanerkloster an die Diözese zu verkaufen sowie im Gegenzug das jetzige Pfarrheim Franzmühle zu erwerben. Über ein halbes Jahr ist es jetzt her, dass zuletzt etwas von den Plänen zu hören war.

„Aktuell warten wir auf die Ergebnisse eines Wertgutachtens für alle drei Immobilien, das wir im Juni in Auftrag gegeben haben“, erklärt Bürgermeister Josef Janker auf Anfrage. Bevor diese Grundlage nicht da sei, brauche man gar nicht erst anzufangen, mit der Pfarrei und der Diözese in konkrete Gespräche zu treten. Prinzipielles Interesse haben freilich alle drei Parteien bereits signalisiert. Grund zur Eile sieht Janker nicht. „Die Sache hat Zeit“, sagt er. „Ich glaube nicht, dass in diesem Jahr noch eine Entscheidung fällt.“

Etwas mehr Klarheit wäre unterdessen Verena Peck, der Vorsitzenden der Komischen Gesellschaft, ganz lieb. Der Theaterverein probt und spielt seit vielen Jahren in der Alten Madlschule und feiert dort am 14. Oktober seine nächste Premiere mit dem Stück „Der große Marsch“. „Nach dem Stück ist vor dem Stück“, sagt Peck. Sobald die Aufführungen von „Der große Marsch“ durch seien, beginne die Truppe schon mit den Vorbereitungen auf die nächste Premiere im Frühjahr 2018. „Wir wüssten gern, ob wir diese Inszenierung noch auf die Bühne in der Alten Madlschule ausrichten können.“ Und bei der „Lust“ stünden durchaus schon Planungen für Veranstaltungen Ende 2017/Anfang 2018 an.

In dieser Hinsicht gibt Bürgermeister Janker Entwarnung. „Für 2018 und 2019 können die Vereine definitiv noch mit der Alten Madlschule planen“, sagt er. Denn selbst wenn ein Verkauf zustande komme und bis dahin über die Bühne sei, gäbe es sicher eine längere Übergangsfrist, in der Nutzungskonzepte für die einzelnen Immobilien erstellt werden.

Peck wäre es freilich am liebsten, die Komische Gesellschaft könnte langfristig in der Alten Madlschule bleiben. Dieses Ziel hat auch der Kulturverein „Lust“. Beide hatten in der Vergangenheit argumentiert, Charme und Flair des Gebäudes seien unersetzbar. „Und für einen kleinen Verein wie uns wäre ein Umzug schwer zu stemmen“, ergänzt Peck. Schließlich habe die KG in der Madlschule viele Requisiten, Bühnenteile und technische Ausstattung, etwa Scheinwerfer, gelagert. Und die gesamte Ausstattung einer Bar, „die wahnsinnig charmant ist“, so die Vorsitzende.

Für die KG und auch die „Lust“ lautet daher das klare Motto: Wir wollen bleiben! Und dafür haben sich beide Vereine viel öffentliche Rückendeckung organisiert. In den vergangenen Monaten hatten sie Unterschriftenlisten ausgelegt. Den Text „Meine Stimme für den Erhalt des Kulturhauses Alte Madlschule als Zentrum von künstlerischen und gesellschaftlichen Aktivitäten im Tölzer Land“ haben nach Pecks Schätzung „gut über 1000“ Menschen unterzeichnet. Die genaue Auszählung steht noch aus.

Bewusst habe man den Text offen formuliert, sich zum Beispiel nicht offensiv gegen den Verkauf ausgesprochen, sagt Peck. „Wenn wir uns mit der Kirche darauf einigen könnten, dass wir die Räume weiternutzen können, wäre das auch gut.“

Wie auch immer es weitergeht: Bürgermeister Janker sichert zu, „rechtzeitig mit den einzelnen Vereinen zu reden“ und Lösungen zu finden. Genutzt wird die Alte Madlschule auch von der Stadtkapelle – „ihr sind die jetzigen Räumlichkeiten zu klein“, so Janker – und der Tölzer Schützenkompanie – „sie bekommt adäquate andere Räume und wird sich auf keinen Fall verschlechtern“.

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