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Unter neuer Leitung: Der Lenggrieser Stephan Bammer übernimmt von Barbara Schwarz die Organisation des Studiengangs „Kultur, Geschichte, Heimat“.

Neues Studienjahr "Kultur, Geschichte, Heimat"

Zeitreise in „Jörgn Albers Prew Gartten“

Bad Tölz - Dieses Fach kann man nur in Bad Tölz studieren: "Kultur, Geschichte, Heimat". Im neuen Semester ist vieles neu. So hat Projektleiterin Barbara Schwarz die Organisation an den Lenggrieser Stepahn Bammer abgegeben.

Mit einem neuen Format in der Erwachsenenbildung startete das Kreisbildungswerk im Herbst 2011. Im Studiengang „Kultur, Geschichte, Heimat“ werden seither keine Einzelvorträge geboten, sondern die Studenten können sich gleich für ein komplettes Semester oder Studienjahr mit Vorlesungen namhafter Experten einschreiben. Nach fünf Jahren hat sich Ideengeberin und Projektleiterin Barbara Schwarz nun zurückgezogen. Das neue Programm hat erstmals der Lenggrieser Stephan Bammer zusammengestellt.

Während Schwarz selbst nun gerne mehr Zeit mit ihren zwei Enkelkindern verbringen möchte, ist sie sicher, in Bammer den perfekten Nachfolger gefunden zu haben. Der Kulturwissenschaftler (51) bringt sein Wissen unter anderem im Hohenburger Burgverein ein, wirkte bei der Neukonzeption des Tölzer Stadtmuseums und am Programm zum Gabriel-von-Seidl-Jahr mit, schrieb die Gemeindechronik von Wackersberg und engagierte sich gegen das geplante Pumpspeicherwerk auf dem Jochberg. Im Studiengang „Kultur, Geschichte, Heimat“ war er zweimal als Dozent zu Gast.

Mit der Mischung aus regionalen Themen aus diversen wissenschaftlichen Perspektiven bleibt Bammer der Linie seiner Vorgängerin treu. Zum Auftakt geht es um eine Frage, die sich in der Region an mehreren Orten stellt: demnächst vielleicht in Reutberg, in der Vergangenheit bereits in Bad Tölz und Beuerberg: Wie geht man mit aufgelassenen Klöstern um? Als Referent gewann Bammer den Leiter des Diözesanarchivs, Dr. Christoph Kürzeder – einen ehemaligen Studienkollegen. Er hält am 28. September den Vortrag „Klausur – Leben im Kloster“ und führt die Teilnehmer zwei Tage später durch die gleichnamige Ausstellung im Kloster Beuerberg.

Den in Gaißach-Obergries wohnhaften Architekten Thomas Lauer lernen die Studierenden am 12. Oktober kennen: Er referiert über das Thema „Erhalten und gestalten – Altes und neues Bauen in Bayern“ und greift dabei auf seine Erfahrungen in der Bauberatung des Landesvereins für Denkmalpflege sowie auf Beispiele aus dem Landkreis zurück.

Passend zum Jubiläumsjahr „500 Jahre Reinheitsgebot“ berichtet am 26. Oktober der Tölzer Claus Janßen aus den Zeiten, als es in Bad Tölz bis zu 22 Brauereien und zahlreiche Hopfengärten gab. Janßen geht auch dem Geheimnis nach, was und wo „Jörgn Albers Prew Gartten“ war: Gab es schon im 15. Jahrhundert einen Biergarten in Tölz?

Am 9. November können sich die Teilnehmer im Musizieren versuchen. Dann stellt die Musikerin und Zither-Forscherin Petra Hamberger die Veeh-Harfe vor – und bringt gleich ein paar Leihinstrumente mit. Treffpunkt ist dabei der Tölzer „Binderbräu“, der neben dem Sparkassen-Center als „Hörsaal“ neu dazukommt.

Der Tölzer Archäologe Dr. Stephan Möslein berichtet am 23. November von Ausgrabungen in Bad Tölz: In der Stadtpfarrkirche wurde 2007 ein Grab mit den Überresten zweier Menschen gefunden – es gab Spekulationen, ob es sich um den Ritter Winzerer handeln könnte.

Zum Abschluss kehrt Barbara Schwarz zurück – diesmal jedoch in neuer Rolle als Dozentin. Am 7. Dezember berichtet sie von „Bier und Barock im Tölzer Land“ und wird dabei von ihrer Tochter Stephanie Schwarz an der Harfe begleitet.

Infos zum Studiengang:

Die Vorlesungen finden jeweils mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr statt – entweder im Tölzer Sparkassen-Center oder im „Binderbräu“. Die Einschreibung für das Semester kostet 140 Euro, für Paare 260 Euro. Man kann sich auch für ein ganzes Studienjahr anmelden (260/490 Euro). Infos und Anmeldung unter Telefon 08041/6090 oder per E-Mail an info@kbw-toelz.de

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