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Der Ausbau-Plan für Benediktbeuern: Anwesen, die in der grauen Fläche liegen, können bis zu 100 Mbit/s schnell surfen. Im „Außenbereich“ (schraffiert) sind es bis zu 200 Mbit/s. 

breitbandausbau

Datenautobahn wächst Schritt für Schritt

Benediktbeuern – Im Frühjahr 2017 soll in Benediktbeuern mit dem ersten Internetausbau begonnen werden. Ist er beendet, wird das Klosterdorf zu den Top Ten der schnellsten Internet-Gemeinden in Oberbayern gehören.

So mancher Bürger hätte sich sicher gewünscht, dass es ein bisschen schneller geht. Aber die Situation ist nicht ganz einfach – das Gebiet ist groß, teilweise schon relativ gut erschlossen und wird jetzt von unterschiedlichen Fördermöglichkeiten profitieren. Der Gemeinderat hatte lange darüber diskutiert.

Knackpunkt waren vor allem Schule und Gewerbegebiet, die beide ein gutes Stück vom Dorfkern entfernt liegen. Hier wurde nun eine Lösung gefunden, dass sowohl Schule als auch Unternehmen nach dem Ausbau mit bis zu 200 Mbit/s surfen können – in Spitzengeschwindigkeit also. „Am Kloster hat nur die Hochschule bereits Glasfaseranschluss“, sagt Bürgermeister Hans Kiefersauer. Das übrige Klostergebiet werde im Laufe der jetzigen Arbeiten mitausgebaut.

Im „Dorfkerngebiet“ (siehe Grafik, graue Fläche) kann man derzeit schon mit bis zu 30 Mbit/s surfen. Nach dem Ausbau werden es hier bis zu 100 Mbit/s. In den „Außenbereichen“ (schraffierte Fläche in der Grafik) werden es sogar bis zu 200 Mbit/s sein.

Was die Sache so verkompliziert und was für die Bürger nicht sichtbar ist, ist die Tatsache, dass unterschiedliche Förderprogramme zum Zug kommen. Unterstützung gibt es sowohl vom Freistaat (er übernimmt den Löwenanteil mit 457 000 Euro) und vom Bund (50 000 Euro). Beim Bundesprogramm übernimmt der Staat zu 100 Prozent die Planungskosten in Höhe von knapp 50 000 Euro, nicht aber die Investitionskosten. Wie hoch diese sind, steht noch nicht fest. Sie werden dann jedoch der Gemeinde vom Netzbetreiber (voraussichtlich Telekom) zurückerstattet. Für das Bundesförderprogramm wird gerade ein Masterplan erstellt, damit auch später bei Straßenbauarbeiten Leerrohre ohne großen Aufwand eingezogen werden können.

Beim bayerischen Förderprogramm verbleibt der Gemeinde ein Eigenanteil von 114 000 Euro. Die Kommune wird Glasfaserkabel zu jedem Grundstück verlegen, so dass der Hausbesitzer selbst entscheiden kann, ob er das Angebot nutzen will oder nicht. Wenn ja, muss die Verlegung zum Haus selbst bezahlt werden – das kostet je nach Wegstrecke zwischen 500 und 1000 Euro.

Derzeit laufen die Förderanträge, sagte Kiefersauer in der letzten Gemeinderatssitzung. „Wir sind kurz davor, die Bundesmittel zugesprochen zu bekommen.“ Baubeginn für das „Dorfkerngebiet“ soll im Frühjahr 2017 sein, die Inbetriebnahme ist für Herbst geplant. In den „Außenbereichen“ dauert es noch etwas länger, weil hier noch die Auswahl des Netzbetreibers erfolgen muss. Baubeginn wird wohl Herbst 2017 sein, die Inbetriebnahme könnte dann im Sommer 2018 erfolgen. „Benediktbeuern hat sich für die technisch führende Ausbauvariante entschieden“, sagt IT-Experte Erich Monhart von der zuständigen Firma Greentech. „Dadurch wird die Gemeinde zu den Top Ten der schnellsten Internet-Gemeinden in Oberbayern gehören.“

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