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Einzug in die Basilika: Bischof Stefan Oster mit den Mitkonzelebranten.

Don-Bosco-Fest

Bischof Stefan Oster: In Benediktbeuern bin ich daheim

Benediktbeuern –  Besuch in Benediktbeuern: Bischof Stefan Oster feierte den Gottesdienst zum Don-Bosco-Fest in der Basilika und bezeichnete Benediktbeuern als seine Heimat.

Ein tiefes Bekenntnis zum Loisachtal legte Pater Stefan Oster am Sonntag im Kloster Benediktbeuern ab. Der vor knapp zwei Jahren zum Bischof von Passau berufene Ordensmann nannte den Kurzbesuch seiner ehemaligen Wirkungsstätte ein „Heimkommen“. In seiner Predigt beim Gottesdienst zum Don-Bosco-Fest setzte er sich leidenschaftlich mit dem Begriff Heimat auseinander.

„Benediktbeuern ist ein gesegneter Ort“, sagte Oster. Hier fühle er sich wohl, weil er hier daheim sein durfte. Beim jetzigen Direktor Pater Reinhard Gesing sei er „immer unter guten Fittichen gewesen“. In jungen Jahren „war er mein Novizenmeister, jetzt hat er mich beim Wiedersehen an der Pforte begrüßt“.

Bischof und Ordensgründer: Stefan Oster vor dem dem Bild von Johannes Bosco.

Heimat bedeutet für Bischof Oster nicht nur Kloster, Loisachmoor und Biergarten, das „Daheimsein“ verbindet er mit der „Qualität der Beziehungen zu Mitmenschen“. In Benediktbeuern habe er sich sowohl als Student als auch als Professor beheimatet gefühlt.

Die Sehnsucht nach Heimat sei bei allen Menschen tief verankert, sagte der aus der Oberpfalz stammende Geistliche. Die Heimatlosigkeit sei ein Phänomen unserer Zeit. Immer mehr Menschen müssten mit brüchigen Erfahrungen leben – ob nach einem Umzug oder auf der Flucht.

Der Ordensgründer Johannes Bosco ist für Bischof Oster „ein Meister der Willkommenskultur für junge Menschen“. Don Bosco habe die von ihm eingerichteten Herbergen so gestaltet, dass die jungen Menschen „gerne zu ihm gekommen sind, aber auch die Freiheit hatten, ihre eigene Welt zu entwickeln“.

Johannes Bosco ist nach Osters Überzeugung mit beiden Beinen auf der Erde gestanden, „in seinem Herzen war er aber woanders zu Hause: dort wo Jesus der König der Herzen ist“. Diese Heimat heißt Kirche, so der Bischof. Kirche sei allerdings weniger als Gebäude oder Institution zu verstehen, sondern als „Wohnort Gottes in der Welt“. Don Bosco habe gewusst, dass diese Heimat auch in schwierigen Zeiten Bestand habe.

Als Bischof werde er oft gefragt, was man denn tun könne, dass wieder mehr junge Menschen die Kirche besuchen. „Ich will nicht, dass die Gotteshäuser voll sind mit jungen Menschen, die damit nichts am Hut haben.“ Er wolle vielmehr mithelfen, dass Jugendliche in Begegnungen erfahren, warum Erwachsene in der Kirche ihre Heimat haben, denn „dann kommt die Jugend von allein“. Andernfalls müsse man sich später einmal fragen lassen, „ob wir den Jugendlichen Gott vorenthalten haben“. Er sei dankbar, „dass ich das, was ich hier vertrete, in Benediktbeuern erleben durfte“. Stefan Oster hatte bis zu seiner Berufung nach Passau die Gebetsgruppe God für You(th) geleitet, der er sich noch immer verbunden fühlt.

Mit zahlreichen Gläubigen und Vertretern des öffentlichen Lebens feierten auch die Eltern des Bischofs, Heinz und Maria Oster, den Gottesdienst in der Basilika. Die Kollekte war zur Unterstützung der Salesianer Don Boscos in Syrien bestimmt, die den Menschen in Aleppo nach den Schrecken des Bürgerkriegs zur Seite stehen.

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