Kinderbuchautor: Maximilian Felske mit „Flix und Flax“. 

„Flix und Flax“ machen Kleine neugierig

Benediktbeuern - Auch Kinder müssen lernen, mit der Flüchtlingsthematik umzugehen. Das dachten sich die Studenten Maximilian Felske und Benjamin Smuda und haben ein Kinderbuch für Drei- bis Fünfjährige entworfen. Es soll Akzeptanz und Verständnis auf Seiten der Flüchtlinge und der Einheimischen fördern.

„Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation möchten wir mit unserem Bilderbuch Flix und Flax einen Beitrag zur Integrationsarbeit in Kindertagesstätten leisten.“ Das ist das Anliegen von Smuda und Felske. Die beiden Studenten (derzeit 7. Semester) arbeiteten im Rahmen eines Hochschulprojektes der Katholischen Stiftungsfachhochschule (KSFH) Benediktbeuern zusammen mit Kindern an der Flüchtlingsthematik. „Es gehört zu unserer Aufgabe als Sozialpädagogen, Kindern zu vermitteln, was Sache ist“, erklärt Maximilian Felske. Dafür investierten die Studenten während eines Semesters 150 Stunden, bis es zur Fertigstellung und Evaluation des Kinderbuches kam.

„Flix und Flax“ erzählt die Geschichte eines Flüchtlingsjungen namens Flix, der zum ersten Mal in einen deutschen Kindergarten kommt. Zunächst ist der Junge noch ein wenig scheu und hat Angst hier keine Freunde zu haben. Er findet aber schnell Anschluss bei Flax aus seiner Kindergartengruppe, dem es egal ist, dass Flix anders aussieht und nicht aus seiner Heimat kommt.

Das Bilderbuch soll sowohl Einheimischen als auch Flüchtlingen zwischen drei und fünf Jahren helfen, ein Gespür für den jeweils anderen zu bekommen, tolerant miteinander umzugehen und somit die Integration erleichtern. „Aufgrund der Aktualität ist es wichtig, dass Kinder damit konfrontiert werden“, sagt Felske. Durch Fragestellungen im Buch wird der Nachwuchs zur aktiven Mitarbeit angeregt. „Wenn man Kinder nicht miteinbezieht, driften sie schnell ab“, weiß Felske. Er war vor seinem Studium als Kinderpfleger tätig. Dies sei besonders wichtig, um die Flüchtlingsthematik begreiflich zu machen.

Vorgestellt wurde das Projekt in den Kindertagesstätten „Don Bosco“ in Benediktbeuern und im „St. Nikolaus“ in Murnau, wo es großen Anklang fand. Die Kinder beantworteten begeistert Fragen wie „Hast du eigentlich eine Idee, aus welchem Land Flix herkommt?“ oder „Was können Flix und Flax gemeinsam machen?“ mit „aus Syrien“ und „Verstecken spielen“. Anschauliche Bilder, die von der siebenjährigen Julia, der Tochter eines Bekannten von Felske, gemalt wurden, helfen bei der Antwort. Laut dem gelernten Kinderpfleger waren die Kinder während der Vorstellung nicht erstaunt, sondern wirkten gefasst. „Sie hatten wohl schon das eine oder andere aufgeschnappt“ und seien laut Felske deswegen vertrauter mit dem Thema umgegangen.

Die Stiftungsfachschule Benediktbeuern stellte den beiden Studenten zur Umsetzung ihres Vorhabens ein eingeschränktes Budget zur Verfügung. Fünf Bücher konnten bisher gedruckt werden, so Felske. „ Aber wir versuchen nach Abgabe der Bachelorarbeit, kleinere Verträge mit interessierten Verlagen an Land zu ziehen, um eine größere Auflage zu produzieren.“

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