Über den neuen Spielplatz im Benediktbeurer Gästepark wurde lange und viel diskutiert. Läuft alles nach Plan, wird er noch vor dem Winter fertig.  Foto: Pröhl

Gästepark Benediktbeuern

Spielplatz kurz vor der Fertigstellung

Benediktbeuern - Der viel diskutierte Kinderspielplatz im Gästepark in Benediktbeuern nimmt derzeit Gestalt an. Fertigstellung könnte schon kommende Woche sein.

Benediktbeuern – Die Umgestaltung des Gästeparks in Benediktbeuern war ein lang diskutiertes und strittiges Thema. Zuletzt setzte sich Bürgermeister Hans Kiefersauer durch, zuerst den Spielplatz zu verwirklichen und mit der Gästepark-Neugestaltung zu warten. Ende August begann (der neue) Spielplatz-Planer Wolfgang Robl aus Murnau mit den Arbeiten.

Der Spielplatz gliedert sich in zwei Bereiche, einen für Klein- und einen für Schulkinder. Zudem gibt es zwei Spielelemente, die beiden Altersgruppen gerecht werden, nämlich eine Schaukel-Kombination und ein Baumstammmikado. „Im Kleinkinderbereich ist das ,Baumhaus‘ der zentrale Bestandteil“, erklärt Robl. Hier gibt es unter anderem noch eine Rutsche, ein Hexenhäuschen sowie einen neugestalteten „Hügel“, auf dem oben eine Pumpe installiert wird, die ein bisschen Wasser ausspuckt, in dem die Kleinen matschen können.

Im Bereich für die Schulkinder stehen Kletter- und Balancierelemente im Mittelpunkt. „Damit sollen die motorischen und koordinativen Fähigkeiten geschult werden“, erklärt Robl. Es gibt unter anderem ein Kletternetz, das 2,70 Meter hoch ist. Ein dreieckiges horizontales Netz lädt zum Balancieren ein beziehungsweise ist ein Fallschutz. Zudem gibt es eine fest installierte Slackline.

„Der Platz ist so angelegt, dass die kleineren Kinder in dem Areal für die größeren nichts anfangen können“, sagt Robl. Soll heißen: „Die Kinder können mit den Spielgeräten wachsen.“ Das Holz stammt von Robinien beziehungsweise Edelkastanien und wurde von Robl selbst verarbeitet. „Es ist sehr stabil“, sagt der Planer, der unter anderem auch in der Lawinenschutzverbauung aktiv ist und derzeit noch ein Projekt am Walchensee betreut.

Als Untergrund dient im Kleinkinderbereich Sand. Dieser muss alle zwei Jahre ausgetauscht werden. Im Schulkinderbereich werden sogenannte Rundkiesel verwendet. Hier liegt die Körnung zwischen vier und acht Millimetern. „Sie sind rundgewaschen und nicht scharfkantig“, sagt Robl. „Diese Kiesel bieten einen optimalen Fallschutz und sind zudem hygienisch.“ Katzen zum Beispiel würden nicht hineingehen.

Auf größere Sitzmöglichkeiten müssen Eltern und Großeltern allerdings noch verzichten – vorerst können sie auf den Baumstämmen Platz nehmen, die den Kleinkinderbereich umgeben. Denn: Die Gemeinde hat beschlossen, einheitliche Sitzmöglichkeiten bei der generellen Gästepark-Neugestaltung zu schaffen. Diese stammt von Planer Stefan Goller. Wann diese Umsetzung erfolgt, ist noch nicht klar – die Gemeinde macht dies von Fördergeldern abhängig, die das Amt für Ländliche Entwicklung aus dem Programm der Dorferneuerung bereitstellen wird.

Die Kosten für den Spielplatzbau liegen derzeit bei 59 000 Euro inklusive Mehrwehrtsteuer. Das ist so viel wie von der Gemeinde veranschlagt. Fertigstellung könnte schon kommende Woche sein. „Das hängt auch davon ab, wie schnell der TÜV zur Sicherheitsprüfung und Abnahme kommen kann“, sagt Robl.

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