Wegen schadhafter Blechabdeckungen ist Regenwasser die Fassade hinabgeflossen. Die Abdeckungen konnten 2015 schon repariert werden. Jetzt muss aber noch das Mauerwerk saniert werden.

historisches gebäude

Der Maierhof braucht Hilfe

Benediktbeuern – Ein „Schmuckstück“ braucht Unterstützer: Am Maierhof im Kloster Benediktbeuern muss heuer die Fassade saniert werden. Das Zentrum für Umwelt und Kultur kann die Kosten nicht alleine schultern.

 „Eigentlich ist unsere Fassade ein Schmuckstück, aber leider sind in den vergangenen Jahren Schäden entstanden“, sagt Pater Karl Geißinger, Rektor des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK).

Zum Hintergrund: Der Maierhof wurde in den Jahren 1708 bis 1716 errichtet. Der Fassadendekor ist außergewöhnlich und entstand vermutlich 1718 von Frater Lucas Zais. Als der Maierhof in den Jahren 2000 bis 2003 grundlegend saniert wurde, stellte man auch die ursprüngliche Fassadenbemalung wieder hier. Kennzeichnend ist das „Benediktbeurer Grün“, ein besonderer Kalkanstrich.

Doch die einzigartige Fassade ist derzeit alles andere als schön. Frost und ablaufendes Regenwasser haben ihr in den vergangenen Jahren zugesetzt. Ursache ist eine schadhafte Blechabdeckung, erklärt P. Geißinger. „Dadurch floss das Regenwasser von der Kupferverkleidung auf die Fassade und zerstörte die restaurierte Bemalung.“ Davon zeugen hässliche graue Streifen, die sich an der Fassade nach unten ziehen. In der Folge platzte der Putz ab, und Frost zerstörte das Mauerwerk unter den Zwiebeln.

Das ZUK musste zügig handeln und konnte vor einigen Wochen schon neue Blechabdeckungen anbringen, so dass jetzt kein Regenwasser mehr hinabläuft. Kosten: 14 000 Euro.

Jetzt müssen aber noch die Schäden am Mauerwerk behoben werden. Dazu muss aber die Witterung passen. Genauer gesagt muss es warm und trocken sein. „Denn Sumpfkalk zieht Feuchtigkeit. Es muss also gut durchtrocknen können, denn sonst dringt erneuert der Frost ein, und der Putz blättert ab“, erklärt P. Geißinger.

Das ZUK möchte so günstig wie möglich arbeiten und wird bei den Arbeiten Jugendliche aus dem Berufsbildungswerk einsetzen, die Maler und Restaurator lernen beziehungsweise in Grundlagen beherrschen. Trotzdem belaufen sich die Kosten auf rund 15 000 Euro. „Leider können wir keine Zuschüsse über den Denkmalschutz in Anspruch nehmen, da eine solche Sanierung nicht förderfähig ist“, sagt der Pater. „Und auch das Kloster ist nicht in der Lage, die Kosten zu übernehmen, weil hier umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in Millionenhöhe anstehen.“ Das ZUK sehe sich aber in der Pflicht, die Sanierung der Fassade voranzutreiben, um größere und kostspielige Folgeschäden zu vermeiden. „Je früher wir mit der Sanierung beginnen können, umso geringer wird der Kostenaufwand sein, da jede weitere Winter- und Schlechtwetterperiode die Schäden vergrößert.“

Spenden

Wer das ZUK unterstützen will, kann auf folgendes Konto einzahlen: Trägerverbund ZUK, Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen, IBAN: DE 42 7005 4306 0190 0007 11; Stichwort: Fassadenrenovierung

Christiane Mühlbauer

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