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Beim Bezirksmusikfest im Juni 2015 saßen rund 1500 Leute im Festzelt. Beim Patronatstag werden noch mehr Besucher in Bichl erwartet. Für die Bewirtung ist viel Planung notwendig – vom Besteck bis zu den Toilettenwagen muss an alles gedacht werden. Das Bier soll von Reutberg bezogen werden.

Patronatstag 2018

Großereignis wirft seine Schatten voraus

Bichl - Ein solches Großereignis hat es in Bichl noch nie gegeben: Im Mai 2018 wird man den Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien und wenige Tage später das 125-jährige Jubiläum der Feuerwehr feiern. Erwartet werden bis zu 8000 Besucher. Die Vorbereitungen laufen schon seit Monaten.

Dass Bichl große Festivitäten sehr gut organisieren kann, sah man schon in den vergangenen Jahren: 2011 kamen über 3000 Gäste zum Loisachgaufest und 2015 rund 2000 Besucher zum Bezirksmusikfest. Doch der Patronatstag ist noch eine Nummer größer: Vorausgesetzt, das Wetter ist gut, werden bis zu 4000 Gebirgsschützen und ebenso viele Zuschauer in Bichl erwartet. Umfangreiche Vorbereitungen sind also wichtig – und diese laufen seit mehreren Monaten.

Gebirgsschützen (GSK) und Feuerwehr (FFW) haben sich zur „Festgemeinschaft Bichl“ zusammengeschlossen und eine GbR (Gesellschaft des bürgerlichen Rechts) gegründet, um „organisatorisch und rechtlich alles sauber abwickeln zu können“, sagt GSK-Vorstand Rudi Kramer.

Die Großveranstaltung soll vom 4. bis 13. Mai 2018 stattfinden. Es gibt viele Dinge, die schon sehr früh geregelt werden müssen – etwa die Buchung des Festwirts, der Brauerei und des Kulturprogramms. Um eine Kabarettgröße wie zum Beispiel Martina Schwarzmann zu bekommen, muss man sich nämlich sehr früh um Termine kümmern. „Es wäre super, wenn es klappt“, sagt Kramer. Stars wie Schwarzmann legen ihre Termine für 2018 im Frühjahr 2017 fest. „Wir hoffen, jemanden in dieser Größe zu bekommen“, sagt Kramer.

Zu Beginn des Fests soll am Freitag, 4. Mai, eine Modenschau im Zelt stattfinden. Vorbild ist die Schau zur 1000-Jahr-Feier von Schaftlach im vergangenen Jahr. Schneiderin Traudi Stacheter hat schon zugesagt, das Gleiche auch in Bichl zu machen, hier jedoch in Zusammenarbeit mit dem Trachteninformationszentrum am Kloster Benediktbeuern. Models werden übrigens nicht mehr gesucht. Darauf angesprochen, sagt Kramer schmunzelnd: „Da haben wir in Bichl fesche Madln genug.“

Am folgenden Samstag findet dann ein Festabend statt, bei dem der Spielmannszug den Großen Zapfenstreich zu Gehör bringen will. Auch hier haben schon die Proben begonnen. Am Sonntag, 6. Mai, ist dann der Patronatstag. Die Feldmesse wird an der Lindenallee stattfinden, das Festzelt wird am Hochbichl aufgebaut.

Wie soll der Marsch dorthin ablaufen? Wo können die Zuschauer parken? Wo werden die Rettungsgassen sein? Für derartige Großveranstaltungen ist ein Sicherheitskonzept notwendig, das Feuerwehrkommandant Hermann Spanner ausarbeitet. Es geht zum Beispiel darum, Besucher- und Rettungswege zu entkoppeln, bei einem Feuerwehreinsatz die Löschwasserversorgung sicherzustellen und das Festgelände schnell räumen zu können, wenn ein größeres Unwetter aufzieht, beschreibt Spanner einige Details. Außerdem muss geplant werden, wann wie viele Sanitäter im Einsatz sein müssen. Und nicht zuletzt müssen Termine und Sicherheitskonzept auch mit Ehrengästen, etwa hochrangigen Politikern, abgeklärt werden. Die Bichler wollen jedenfalls verschiedene Einladungen aussprechen.

Nach dem Patronatstag ist dann erstmal zwei Tage Ruhe im Festzelt, bevor es Mittwoch und Donnerstag (Christi Himmelfahrt) mit Musik und Kabarett weitergeht. Der Freitagabend soll ein Party-Abend werden, für Samstag ist laut Kramer „nochmal was Bayerisches“geplant.

Am Sonntag, 13. Mai, folgt dann das Feuerwehr-Jubiläum. „Wir werden alle umliegenden Wehren einladen“, kündigt FFW-Vereinsvorstand Alex Urban an. Zum Festzug werden weniger Teilnehmer als beim Patronatstag erwartet, aber mit rund 3000 Besuchern ist schon zu rechnen. Die Wehr plant nachmittags musikalische Unterhaltung im Zelt. „Derzeit sind wir vier Leute, die sich um alles kümmern, aber zum Schluss hin brauchen wir dann schon noch mehr“, sagt Urban.

Alle Hände voll zu tun haben im Mai 2018 übrigens auch die Partnerinnen von Schützen und Floriansjüngern. An den beiden großen Festtagen sollen die Besucher nachmittags mit einer Kuchen-Auswahl verköstigt werden – da wird also in den heimischen Küchen Hochbetrieb herrschen.

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