Eine spannende Geschichte und viele bunte Bilder prägen das zweite Kinderbuch von Christian Jungwirth. Foto: Krinner

Neues Kinderbuch von Christian Jungwirth:

„Öko-Krimi“ für kleine Leser

„Es kam am 20. Februar auf die Welt, ist 510 Gramm schwer und war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.“ So humorvoll beschreibt Christian Jungwirth aus Bichl sein zweites Kinderbuch. Diesmal ist es ein „Öko-Krimi“.

Bichl – Christian Jungwirth (26) ist eigentlich Chemie-Laborant. Das Schreiben ist sein großes Hobby. Im Januar 2015 hatte er sein erstes Kinderbuch veröffentlicht – finanziert mit dem Preisgeld vom Geretsrieder Liedermacher-Festival, wo Jungwirth zuvor den zweiten Platz belegt hatte. Denn auch die Musik spielt im Leben von Jungwirth eine große Rolle. Damals hatte er sich geschworen, mit dem Preisgeld seinen Buch-Traum zu erfüllen. Denn an Ideen mangelt es dem gebürtigen Benediktbeurer nicht.

Fast genau ein Jahr später ist nun Teil zwei erschienen. Und wieder dreht es sich um die zwei Freunde „Stinktier und Bär“, die zusammen mit Vogel Ferdinand eine Aufgabe zu lösen haben. Diesmal machen sie Urlaub am Meer, als eine Ölpest ausbricht. Die drei müssen sich allerhand einfallen lassen, um die anderen Tiere im Meer und an Land zu schützen und die Ölpest zu besiegen.

„Die Idee kam mir, als meine Freundin und ich Urlaub in Brasilien machten. Wir gingen an der Copacabana spazieren, aber der Strand war ziemlich schmutzig. Da erzählte mir jemand, dass hier Öl ins Meer geflossen war.“ Die Folgen für die Natur, erzählt Jungwirth, seien schauderhaft gewesen. Und so wurde es ihm ein Anliegen, auch Kindern begreiflich zu machen, wie sehr man auf seine Umwelt achten muss.

Im Gegensatz zum ersten Buch enthält das zweite wesentlich mehr Text. „Wir haben schon Rückmeldungen von Erwachsenen bekommen, dass man ganz schön viel vorlesen muss“, sagt Jungwirth schmunzelnd. Weil man zur Bekämpfung einer Ölpest ziemlich viele Freunde braucht, müssen die tierischen Gesellen zahlreiche Lebewesen zusammentrommeln, die schließlich mit allerlei pfiffigen Ideen ihren hilfreichen Beitrag leisten.

„Ich glaube, ich habe den Text hundertmal umgeschrieben“, sagt Jungwirth lächelnd. Die Illustrationen stammen wieder von Luisa Lieben. Zu jeder Episode gibt es eine bunte Zeichnung mit kraftvollem Pinselstrich, so dass die Kleinen am Strand, im Meer oder im Dschungel viel entdecken können.

Dass er mit dem Buch „nicht groß Geld verdient“, ist Jungwirth bewusst. „Ich mach es einfach um der Sache willen“, sagt der 26-Jährige. „Es macht mir halt so großen Spaß.“ Im vergangenen Jahr spendete er 100 Exemplare an die Kinderklinik in Garmisch-Partenkirchen.

Jungwirth hat auch Spaß daran, Kindern etwas zu vermitteln. Und so hat der junge Mann Kontakt zu Kindergärten aufgenommen, wo er das Buch mit einer kurzen szenischen Lesung vorstellen wird. Er hat sich ein großes Stinktier-Kostüm nähen lassen und will mit einer kleinen Aufführung Kinder dazu ermutigen, Müll nicht wild zu entsorgen, sondern zu sortieren. „Einige Kindergärten haben schon zugesagt.“

Und wie geht es jetzt weiter? Der Bichler ist gespannt auf alles, was kommt. Weitere Bücher hat er schon in Planung. Derzeit macht er einen Kinderbuch-Fachlehrgang via Fernstudium, und im Mai wird er wieder beim Penzberger Tollhub-Festival auftreten. „Schau’n wir mal“, sagt er augenzwinkernd. „Es sind die kleinen Überraschungen, die das Leben so schön machen.“

Gewinnspiel und Infos

Das Buch „Stinktier und Bär: Urlaub am Meer“ kostet 12,90 Euro und ist derzeit nur bei Jungwirth selbst erhältlich, Kontakt übers Internet: www.jungwirth-christian.de. In Kürze wird das Buch auch in der Buchhandlung Rolles in Penzberg verkauft. Der Tölzer Kurier verlost heute drei signierte Exemplare. Wer gewinnen möchte, muss folgende Frage richtig beantworten: Wie heißt der Autor? Die Antwort können Sie nur heute bis Mitternacht per Telefon oder SMS durchgeben. (müh)

Christiane Mühlbauer

Christiane Mühlbauer

E-Mail:christiane.muehlbauer@toelzer-kurier.de

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