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Nach einer Faschingsparty in Bichl flogen die Fäuste. Ein Gast aus Bichl steht nun wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Beleidigung vor Gericht.

Prozess

Schläge vom rosafarbenen Osterhasen?

Bichl/Wolfratshausen – 28-jähriger Bichler steht wegen Körperverletzung und Beleidigung vor dem Amtsgericht: Er ist bei einer Faschingsparty ausfallend geworden.

Am Ende einer Faschingsfeier in Bichl Ende Januar diesen Jahres kam es zu einer Rangelei, die für einen 28 Jahre alten Burschen aus dem Dorf ein Nachspiel vor dem Amtsgericht hat. Der Mann muss sich dort derzeit wegen Beleidigung und vorsätzlicher Körperverletzung verantworten.

Am 24. Januar gegen 4 Uhr in der Früh soll der Angeklagte einem gleichaltrigen Penzberger nahegelegt haben: „Verpiss Dich, Du Dreckspatschek, hier ist deutsches Gebiet.“ Als sich die Situation daraufhin zuspitzte, habe der Beschuldigte seinen Kontrahenten zuerst mit der Faust geschlagen und – nachdem beide zu Boden gegangen waren – noch sein Knie gegen dessen Gesicht gestoßen.

So hat es der Staatsanwalt in der Anklageschrift in wenigen Sätzen zusammengefasst. Als Beweis dient unter anderem ein Foto in den Ermittlungsakten, das den Geschädigten mit geschwollener, blutender Nase zeigt. Der Angeklagte fühlt sich zu Unrecht beschuldigt, weshalb er gegen den Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen Einspruch einlegte.

An die feuchtfröhliche Nacht erinnert er sich genau, trotz ausgiebigem Alkoholkonsum. „Bier, Schnaps, alles was da war“, habe er bei der Feier im „Bayerischen Löwen“ konsumiert. „Eine Halbe Bier zum Anfang, zirka 15 Jackie-Cola, dazu viele kleine Stamperl und Sekt von den Gardemädels.“ Auch der Stress mit dem Geschädigten ist ihm noch in bester Erinnerung. Der Penzberger habe zu fortgeschrittener Stunde im „Augustiner Stüberl“ gegenüber seine Freundin beleidigt. „Er sagte: Halt’s Maul, Du Schlampe“. Später habe er sie auch Hure genannt.

Das Letzte, woran der Angeklagte sich erinnert, war eine Rangelei, bei der sich beide Kontrahenten gegenseitig im Schwitzkasten hatten. „Ich habe ihn dann nochmal geschubst, aber mehr nicht“, beteuerte der Bichler. Die Beleidigungen bestreitet er.

Der Geschädigte, will zuerst eine Watschen von der Freundin (24) des Angeklagten gefangen haben. „Ich habe das Mädel dann schon gefragt, ob sie behindert ist, aber ich habe sie nicht als Schlampe und Hure bezeichnet.“ Die Rangelei samt Schwitzkasten räumte er ebenfalls ein. Als sich die Gemüter danach wieder etwas beruhigt und die Parteien sich getrennt hatten, zeigte der Geschädigte den Vorfall bei einer zufällig vorbeifahrenden Polizeistreife an. Die Beamten hatten keine Mühe, den mutmaßlich für die geschwollene Nase des Penzbergers Verantwortlichen zu finden. „Er hat gesagt: Ich bin von einem rosa Osterhasen geschlagen worden“, erinnert sich eine Polizistin.

Nach drei weiteren Zeugen aus dem „Lager“ des Angeklagten, die weitgehend dessen Aussage unterfütterten, war das Gericht der Wahrheitsfindung kaum näher gekommen. „Es stehen sich zwei sehr gegensätzliche Versionen gegenüber“, stellte der Staatsanwalt fest. Deshalb wird die Verhandlung nun fortgesetzt. Dann sollen Zeugen des Geschädigten gehört werden. Rudi Stallein

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