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Parkchaos am „Spitz“: Obwohl sich die Situation tagsüber insgesamt entspannt hat, kommt es bei schönem Wetter immer wieder zu Problemen.

Walchensee-Südufer

Parküberwacher ließen fünfe gerade sein 

Jachenau – 1000 bis 1500 Knöllchen, schätzt der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit, hätten die Kontrolleure am Wochenende locker am Walchensee-Südufer an die zahlreichen Falschparker verteilen können. Im Vergleich zu früheren Jahren hat sich die Lage trotzdem merklich entspannt – zumindest tagsüber.

„Bis auf einige wenige Schwerpunkte ist es nicht mehr so, wie es einmal war“, sagt Andreas Schlicht, der Teamleiter für den ruhenden Verkehr beim Zweckverband. Zu diesen Problem-Zonen zählt zum Beispiel das „Spitz“ in der Nähe der „Waldschänke“. Die Ecke gilt laut Schlicht als der schönste Badestrand am Walchensee, entsprechend groß ist der Besucherandrang an schönen Tagen.

Das daraus resultierende Problem ist altbekannt: Für diese Massen an Autofahrern gibt es nicht genügend Parkplätze – zumal viele Badegäste nicht in Kauf nehmen wollen, ein paar Minuten von ihrem Fahrzeug bis zum See laufen zu müssen, wie Schlichts Kollege Thorsten Preßler bereits im vergangenen Jahr im Tölzer Kurier monierte. Etliche Badegäste schrecken vor diesem Hintergrund nicht einmal davor zurück, die Rettungswege zuzuparken. So auch am vergangenen heißen Wochenende: 50 Strafzettel haben die Kontrolleure allein an die Autofahrer ausgestellt, die im Ernstfall den Notarzt daran gehindert hätten, bis zum Unglücksort vorzudringen.

Dabei hätte der Zweckverband, der im Auftrag der Gemeinde Jachenau die Parksituation am Walchensee-Südufer seit 2011 überwacht, deutlich mehr Knöllchen ausstellen können, denn: Abgesehen von den zirka 1000 Parkplätzen zwischen Einsiedl und Niedernach gilt rechts und links neben der Fahrbahn ein Halteverbot. „Aber wir haben fünfe gerade sein lassen und wirklich nur die verwarnt, die die Rettungswege blockiert haben“, sagt Schlicht. Schließlich wolle niemand die Badegäste abzocken. „Es geht darum, dass die Fahrbahn frei bleibt.“

Während sich die Parksituation tagsüber verbessert hat, seit der Zweckverband regelmäßig vor Ort ist, die Beschilderung optimiert wurde und mehr Parkplätze geschaffen worden sind (wir haben berichtet), hat sich an der Situation der vielen illegalen Nachtparker nichts geändert. 120 Fahrer wurden laut Schlicht allein am Wochenende verwarnt. „Viele Wohnmobilfahrer lachen allerdings nur über den Betrag von 25 Euro, da eine Übernachtung auf einem Camping-Platz deutlich mehr kostet.“

Auch Robert Krebs bereiten die vielen Nachtparker Sorgen. Schließlich handelt es sich laut dem stellvertretenden Forstbetriebsleiter bei dem besagten Gebiet um ein Landschaftsschutzgebiet, wo zum Beispiel kein Lagerfeuer gemacht werden darf. Doch genau das tun zahlreiche Badegäste, die nach einem Tag am See gerne auch noch den Grill anwerfen. „Es ist ja auch verlockend“, sagt Krebs. Doch die Gefahr eines Waldbrandes sei einfach zu groß. „Die Situation am Wochenende war wieder sehr belastend.“

Neben der Brandgefahr sei auch der Unrat ein großes Problem. Drei bis vier große Müllsäcke kommen schnell zusammen, wenn die Mautmitarbeiter einmal das Südufer ablaufen, wie Andreas Schlicht vom Zweckverband ergänzt. „Das kann es nicht sein“, betont Krebs, demzufolge dringend Lösungen für das Problem „illegale Nachtparker“ gefunden werden müssen. „Da kommen wir aber nur gemeinsam weiter“, sagt Krebs mit Blick auf die Gemeinden Kochel und Jachenau, den Zweckverband und das Landratsamt, das dafür zuständig ist, dass die Gesetze im Landschaftsschutzgebiet eingehalten werden. Nach der Saison, so Krebs, soll es Gespräche mit allen Beteiligten geben.

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