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Im ehemaligen Gasthaus Post in der Jachenau soll nicht nur die Gemeindeverwaltung unterkommen. Auch Gästezimmer und ein Café sind vorgesehen.

Diskussion im Gemeinderat

Jachenauer "Post": Wie kommt das Licht ins Treppenhaus?

Jachenau – Der Umbau des ehemaligen Gasthofs Post wird die Gemeinde Jachenau eine Weile beschäftigen und eine Stange Geld kosten. Daher will jeder Schritt gut überlegt sein. In der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterten die Architekten Robert und Sebastian Beham die Werksplanung. Größte Unstimmigkeit zwischen den Dietramszeller Architekten und dem Gremium ist die Belichtung des Treppenhauses.

Die Nutzung des großen Gebäudes in der Ortsmitte ist klar: Ins Erdgeschoss zieht die bislang sehr beengt untergebrachte Gemeindeverwaltung samt Tourist-Info (TI) und Sitzungssaal des Gemeinderats um. Der Zugang wird barrierefrei gestaltet. Diskutiert wurde zuletzt noch über den besten Standort für den Geldautomaten der Raiffeisenbank. Die schließt wie berichtet ihre Jachenauer Filiale, will aber zumindest einen Automaten und in gewissem Umfang auch eine Beratung vor Ort erhalten. „Es ist wichtig, dass wir keinen Raum verlieren, aber auch, dass der Bereich immer zugänglich ist“, fasste Bürgermeister Georg Riesch zusammen. Der Automat soll nun im Foyer, das auch für Ausstellungen genutzt werden soll, integriert werden. Dort wird auch das Info-Terminal der TI Platz finden.

Wer übrigens glaubt, dass im Inneren ganz traditionell auf Holz gesetzt wird, der irrt. „Der Boden bekommt eine Beschichtung auf zementärer Basis“, erklärte Beham. Das sei „zeitgemäß, optisch schön und leicht zu pflegen“. Die Treppe, die in die oberen Geschosse führt, soll aus Sichtbeton bestehen.

In den oberen Etagen, die momentan Asylbewerber bewohnen, sollen mittelfristig 15 Gästezimmer entstehen. Darüber hinaus soll auf der Südseite des Gebäudes ein kleines Café realisiert werden. Geplant sind zudem drei Wohnungen, die von den Betreibern von Café und Beherbergungsbetrieb bezogen werden könnten.

Knackpunkt ist das Treppenhaus. Hier sieht die Planung momentan keine Abtrennung durch eine geschlossene Wand vor, sondern Glaselemente. Diese müssen aus Brandschutzgründen ziemlich robust sein – und das bedeutet auch ziemlich teuer. „Das Glas kostet uns 45 000 bis 50 000 Euro. Eine verputzte Wand nicht mal ein Drittel“, sagte Riesch. „Wir müssen schon etwas auf die Kosten schauen.“

Gar nicht nachzuvollziehen sei, warum im Erdgeschoss – spricht im Verwaltungstrakt – ein gläsernes Treppenhaus geplant sei. „Das ist für die Leute im Büro eher störend, wenn der ganze Hotelbetrieb da vorbeigeht“, sagte Riesch.

Beham war irritiert. „Ich möchte schon noch mal an die Visualisierung erinnern und an den Effekt, den die Belichtung hat. Sie haben sonst ein total dunkles Treppenhaus“, wandte er ein. Auch Sebastian Beham bat die Räte darum, sich vorzustellen, wie es sei „einen Flur entlang zu laufen, in dem alles zu ist“. Es gehe hier auch um die Attraktivität des Hotelbereichs. „Natürlich ist die Brandschutzverglasung teuer. Aber wenn Sie die nicht einbauen, haben Sie einen dunklen Flur und ein dunkles Treppenhaus.“

Vielleicht würde ja eine Glastür ausreichen, lenkte Riesch ein. Das gefiel Korbinian Oswald nicht. „So halbscharig würde ich das nicht machen. Dann gleich gescheit.“

Eigentlich ist geplant, noch heuer mit dem Umbau zu beginnen. „Allerdings hat uns die statische Untersuchung etwas zurückgeworfen“, sagte Riesch. Die Bohrkerne seien noch nicht ausgewertet. 350 000 Euro sind im Haushalt für die Sanierung der „Post“ vorgesehen.  va

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