Dieses Bild stammt von der Leonhardifahrt im Jahr 2007. Die Pferde der Familie März ziehen den Wagen mit den Schulkindern aus Obersteinbach. Johann März sitzt als Wagenlenker auf dem Pferd. Repro: fn

Jubiläum bei der Leonhardifahrt am Sonntag in Benediktbeuern

Seit 50 Jahren ist Familie März mit dabei

Bad Heilbrunn/Benediktbeuern - Leonhardi ist für Familie März eine ganz wichtige Zeit im Jahr – und heuer ganz besonders. Denn wenn am kommenden Sonntag, 6. November, um 9 Uhr die Wallfahrt in Benediktbeuern beginnt, dann hat die Familie aus Oberbuchen zum 50. Mal ihre Rösser eingespannt.

Was ist sechs mal vier? Natürlich 24. Und im Fall von Familie März bedeutet dieses Ergebnis in diesen Tagen vor der Benediktbeurer Wallfahrt ganz viel Arbeit. Denn alle vier Hufe ihrer sechs Kaltblutstuten müssen beschlagen werden, weshalb der Schmied auf dem Hof der Familie schon zu Wochenbeginn anrückte, um einem Pferd nach dem anderen Hufeisen zu verpassen, damit sie bei der Wallfahrt auch schmerzfrei laufen können. „Dann werden wir die Pferde waschen und am Samstagabend ihre Schweife einflechten“, erzählt Johann März.

Johann März mit seinem Sohn Benedikt und den beiden Kaltblutstuten Ulrike und Ulima. Auch diese beiden werden am Sonntag wieder dabei sein. Foto: fn

Vor 50 Jahren waren es sein Vater Johann und sein Onkel Nikolaus, die zum ersten Mal ihre Rösser an Leonhardi einspannten. „Damals haben sie jemanden gebraucht, der die Benediktbeurer Blasmusik fahren kann“, erzählt der 47-Jährige. Im Laufe der folgenden Jahre haben die März-Rösser dann Wagen aus Kochel und die Unterbuchner Jungfrauen gezogen. Seit etwa 20 Jahren werden die Rösser nun vor den Wagen mit den Schulkindern aus Obersteinbach gespannt.

Johann März war schon als Bub bei der Wallfahrt dabei. „Zum ersten Mal bin ich dann vor 35 Jahren vorgeritten.“ Denn während vier Rösser der Familie den Wagen ziehen, gehen die beiden anderen dem Gespann mit Reiter voraus. Mittlerweile sind Johann März und sein Bruder Thomas als Wagenlenker längst in die Fußstapfen ihres Vaters (er ist im Februar verstorben) getreten. Sohn Benedikt ist Vorreiter. Auch die anderen drei Kinder, Frau Barbara und die Familie seines Bruders helfen jedes Jahr mit; etwa beim Einflechten und Waschen der Pferde, beim Schmücken des Wagens, als Wagenlenker oder Vorreiter.

Denn außer in Benediktbeuern nimmt Familie März auch an den Wallfahrten in Bad Tölz und Oberbuchen teil. Die Brüder wechseln sich jedes Jahr als Wagenlenker ab. „Heuer fährt mein Bruder in Benediktbeuern. Ich fahre in Tölz.“

Diese Leonhardifahrten bedeuten natürlich zusätzlich viel Arbeit zu Landwirtschaft, Job und Familie. Trotzdem möchte Johann März die Wallfahrten im Jahreslauf nicht missen. Glaube und Brauchtum sind ihm wichtig. Dass seine Tiere den Segen bekommen, sei einfach ein gutes Gefühl, sagt der Nebenerwerbslandwirt.

Nach den letzten Vorbereitungen am Samstagabend wird Familie März am Sonntag ihre Tiere schon um 3 Uhr nachts füttern, um gegen 5.30 Uhr mit ihren Stuten von Oberbuchen aufzubrechen. In Obersteinbach werden vier der Pferde dann vor den Tafelwagen gespannt, der die Schulkinder zieht. Um 8.30 Uhr ist Aufstellung in Benediktbeuern.

Wegen des 50. Jubiläums von Familie März wird der Wagen heuer einer der ersten bei der Wallfahrt in Benediktbeuern sein. Nervös ist Johann März schon, wenn er an diesen besonderen Tag denkt. „Es ist schon Stress. Aber man freut sich auch drauf.“ In den vergangenen 49 Jahren sei zwar nie etwas passiert. Seine Anspannung wird sich trotzdem erst am Ende der 50. Benediktbeurer Wallfahrt seiner Familie legen, wenn alle Stuten wieder wohlbehalten auf ihrer Koppel stehen und seine Familie für ihr rundes Jubiläum geehrt wurde.

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