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Die lauten Züge am Kochler Bahnhof ärgern die Anlieger.

Bahnlärm in Kochel: Jetzt reißt der Geduldsfaden

Kochel am See - Die Schonfrist für die lauten Triebwagen am  Kochler Bahnhof läuft diese Woche aus. Dann will der Kochler Bürgermeister einschreiten.

Diese Woche reißt der Geduldsfaden des Kochler Bürgermeisters. „Am Mittwoch läuft die Schonfrist für die Bahn ab“, sagte Thomas Holz in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Und dann sollte der Lärm am Kochler Bahnhof der Vergangenheit angehören. Sollte, denn nach wie vor sei die Situation unbefriedigend. Und: Der Rathauschef hat noch so seine Zweifel, dass es nachts endlich leiser wird rund um die Züge.

Zur Erinnerung: Seit über zwei Jahren machen sich Gemeinde und Anlieger für eine Verbesserung stark. Stein des Anstoßes sind – wie mehrfach berichtet – die Talent II-Züge. Die Triebwagen wurden bislang nachts nicht abgeschaltet. Der Lärm der Kompressoren sei vor allem in den Sommermonaten bei offenem Fenster nicht auszuhalten, hatten die betroffenen Bürger immer wieder geklagt. Bereits vor zwei Jahren hat der Hersteller Bombardier versprochen, dieses Problem durch eine Korrektur der Software zu beheben. Dabei seien Fehler aufgetreten, hatte die Hersteller-Firma zuletzt im Juni mitgeteilt. Das Unternehmen hatte deshalb mit der DB Regio eine Verlängerung der Testphase vereinbart. „Diese Frist läuft jetzt ab“, sagte Holz in der Sitzung am Dienstag. Er rief die betroffenen Bürger dazu auf, sich umgehend im Rathaus zu melden, falls es am Bahnhof weiterhin laut sei. Er habe den Eindruck, dass zwar alle Triebwagen umgerüstet seien. Allerdings haben nach Einschätzung des Bürgermeisters wohl noch nicht alle Lokführer die Anweisung erhalten, „dass die Stromabnehmer nachts runterzufahren sind“. Nur dann seien nämlich auch die lauten Klimaanlagen abgeschaltet.

Pia Pössenbacher hat sich als lärmgeplagte Anliegerin mehrfach für Abhilfe stark gemacht. „Seit zwei Jahren ist aber nicht viel passiert“, sagt sie auf Nachfrage der Heimatzeitung. „Das ist enttäuschend.“ Ein derartiges technisches Problem müsste man ihrer Meinung nach „doch längst in den Griff bekommen haben“.

Neuerdings sorgte eine weitere Lärmquelle für Ungemach. Ein Notsignal des Zugs, das sich laut Thomas Holz anhört wie der Schrei eines durstigen Esels. „Da erschrickt man gewaltig, wenn man das zu hören bekommt.“ Der „Eselton“ sei nämlich nicht mit dem normalen Pfeifen des Zugs an einem Bahnübergang zu vergleichen. „Das kennt man“, so der Bürgermeister. „Momentan fährt zwar kein Esel übers Gleis.“ Aber wenn das laute Notsignal wieder öfters zu hören sei, dann müsse man einschreiten, forderte Holz in der Sitzung.

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