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Große Pläne: Jörg Kahl vor dem Glasanbau, der erweitert werden soll. Die bestehende Zufahrt zum Kochler „Seehof“wird dadurch zugemauert. Der Haupteingang (rechts im Bild) muss verlegt werden. 

Seniorenheim in Kochel 

Mehr Seeblick für den Seehof

Kochel am See - Seit einem halben Jahr hat das Kochler Seniorenheim Seehof einen neuen Träger. Was hat sich seitdem geändert für Bewohner und Mitarbeiter? Und was steht noch an? Ein Besuch auf einer künftigen Baustelle.

Auf den ersten Blick bemerkt der Besucher keine Veränderungen, seitdem die gemeinnützige GmbH „Hilfe im Alter“ der Inneren Mission München am 1. April den Seehof von der Caritas Augsburg offiziell übernommen hat. Hinter den Kulissen hat sich indes einiges getan, bilanziert der neue Einrichtungsleiter Jörg Kahl. Er wird übrigens auch das neue Seniorenwohn- und -pflegeheim in Schlehdorf nach dessen Fertigstellung leiten. Nachdem die Caritas aus Personalmangel die Bewohnerzahl reduziert hatte, leben laut Kahl aktuell wieder 62 Senioren im Seehof. Einige auch in Kurzzeitpflege.

„Wir sind eigentlich immer voll belegt“, so Kahl. „Auch personell sind wir wieder im Soll.“ Alle Mitarbeiter seien vom neuen Träger und zu ihrem bestehenden Gehalt übernommen worden. Dadurch behielten die Senioren ihre vertrauten Bezugspersonen um sich herum. Zusätzlich seien weitere Kräfte eingestellt worden, sodass nun 59 Personen – viele davon aus Kochel und Umgebung – im Seehof arbeiten. „Hier gibt es ein tolles Team“, lobt Kahl. Dass das geschlossen hinter dem neuen Träger und den geplanten Änderungen steht, sei ihm wichtig gewesen. Zusammenwachsen sei deshalb die Parole der vergangenen Monate gewesen. „Das ist gelungen.“ Nebenbei wurden kleinere Verbesserungen – etwa an der hauseigenen Telefonanlage – vorgenommen.

Die Kosten für die Bewohner seien bisher nicht gestiegen. „Wir sind in die Verträge unseres Vorgängers eingestiegen.“ Zum Jahresende laufen diese Verträge mit dem Spitzenverband der Pflegekassen jedoch aus. „Danach wird neu verhandelt.“

Und dann stehen auch bald zwei große Umbaumaßnahmen an. Zum einen soll der Glasverbindungsbau zwischen den beiden Gebäudekomplexen ins Erdgeschoss hinunter erweitert und verbreitert werden. Derzeit erstreckt sich dieser Glasbau nur über den ersten Stock, weshalb die Mitarbeiter Umwege bei der Pflege gehen müssen, so Kahl. Der neue zweigeschossige Glasbau soll den Bewohnern dann auch als Aufenthaltsbereich dienen – mit Licht durchflutetem Blick auf den See. Im Zuge dieser Maßnahme müssen auch Geländezufahrt und Haupteingang sowie Parkflächen verlegt werden, erklärt Kahl. Das Gewölbe der ehemaligen Kapelle soll zu einem „klassischen Eingang mit Empfang“ umgebaut werden.

Zum anderen soll das bestehende Flucht-Treppenhaus abgerissen werden. „Das ist die schönste Seite zum See. Und die schaut furchtbar aus.“ Hier soll ein Anbau mit Cafeteria und Terrasse für Bewohner und Besucher entstehen. Im Stockwerk darüber sind Aufenthaltsräume für die Bewohner und große Stationszimmer geplant – alle mit Blick auf den See. „Das Flucht-Treppenhaus wird darin integriert.“

Die Planungen für die Umbauarbeiten laufen derzeit, so Kahl. Veranschlagte Kosten: „Schon ein paar Millionen.“ Die Grundstückseigentümer, die Schwesternschaft der Heiligen Familie, werden diese an den Träger über die Miete weitergeben. Zuschuss-Anträge laufen derzeit. Der Spatenstich ist im Frühjahr geplant. Mitte 2018 soll alles fertig sein. Für die Bewohner würden die Belästigungen etwa durch Lärm so gering wie möglich gehalten, verspricht Kahl. Rechtzeitig würde die Belegung allerdings etwas heruntergefahren. „Aber die Bewohner ziehen nicht aus.“ Kahl ist sich sicher, dass sich die Umbauten lohnen werden – auch für die Bewohner, denn: „Die Einrichtung wird richtig gewinnen.“

Franziska Seliger

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