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In den Genuss des Alpenpanoramas kamen die Teilnehmer der zwei Regatten am vergangenen Wochenende. Insgesamt 67 Boote peitschten durch den Walchensee.

Regatta

Wenn die Motten über den Walchensee fliegen

Walchensee – „Kein Mast- und Schotbruch, dafür aber viele freudestrahlende Gesichter.“ Sprecher Jürgen Haekel zog eine positive Bilanz der insgesamt drei Regattatage des Segelclubs Walchensee am verlängerten Wochenende.

43 Boote der Klasse „International Moth“, kurz „Motten“ genannt, und 24 „Seascape 18“ eiferten in insgesamt 18 Wettfahrten um die ersten Plätze und die dazugehörigen Pokale.

Vor allem die Motten zogen die Blicke der vielen Badegäste am Walchensee auf sich. Nur mit zwei kufenartigen „Foils“ im Wasser flogen die Ein-Mann-Boote regelrecht über das Wasser, wobei sie ihren Steuermännern artistische Leistungen abverlangten. Zwar gibt es diese Bootsklasse bereits seit 1928, doch erst seit 2000, als die Miniflitzer auf Foils „gestellt“ wurden, entwickelten sie sich zur Formel 1 des Segelsports.

Bis zu 33 Knoten, also gut über 50 Kilometer pro Stunde schnell, rauschen diese Boote über das Wasser. „Wir hatten auch zahlreiche Profis am Start“, freute sich Haekel. So ging der Sieg an den Schweizer Stefano Rizzi vor dem Italiener Marco Lanulfi und dem Schweizer Adriano Petrino.

Auch bei den Seascape 18, einer neuen Einrumpf-Bootsklasse mit Schwenkkiel, hatten die heimischen Clubmitglieder kaum Chancen auf das Siegerpodest. „Als gute Gastgeber hielten wir uns eher im Mittelfeld auf“, merkte Haekel an. Der Sieg ging an Dejan Presen vor Jure Jenkovic (beide Slowenien) und Nikki Schuttrups (Holland).

Auch die Seascapes sind mit bis zu 14 Knoten für Segelschiffe schnell unterwegs. Der Höhepunkt war eine Lang-Distanz-Wettfahrt über knapp zehn Kilometer. „Das war besonders schön, weil wir fast den ganzen See abgefahren sind“, schwärmte Club-Sprecher Haekel: „Wir sind stolz, dass wir für das Regatta-Wochenende so viele so gute Segler an den Walchensee holen konnten.“

Ewald Scheitterer

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