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Überzeugen sich vom Baufortschritt (v. li.): Thorsten Schüürmann (Arnold Consult), Bauleiter Georg Reiser, Bürgermeister Werner Weindl und Thomas Boese-Kuhn (Arnold Consult) auf der Baustelle in der Bergbahnstraße.

Hochwasserentlastung

Arbeiten am Lahnerbach: Weiter als erwartet

Lenggries - Die Arbeiten an der Hochwasserentlastung des Lahnerbachs gehen gut voran. Momentan wird an der engsten Stelle der Bergbahnstraße gebaut. Aber auch an diesem schwierigen Punkt läuft alles nach Plan.

„Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn bei mir keine Beschwerden ankommen“, sagt Bürgermeister Werner Weindl beim Ortstermin. Auch bei den Bürger-Sprechstunden, die wöchentlich auf der Baustelle angeboten werden, hält sich der Andrang in Grenzen. Lediglich ein Vermieter habe einmal angefragt, ob man mit Blick auf die Feriengäste morgens nicht etwas später mit den Arbeiten anfangen könne.

Seit 5. September wird auf der Bergbahnstraße im engen Kurvenbereich gearbeitet. Dafür musste die Fahrbahn komplett gesperrt werden. Aber die Umfahrungen würden gut funktionieren, sagt Diplom-Ingenieur Thorsten Schüürmann vom Fachbüro Arnold Consult. „Es gibt natürlich schon mal den einen oder anderen, der in die Baustelle reinfährt, der muss aber dann halt zurück.“ Generell sei man weiterhin bemüht, die Sperrung der Straße „auf ein Minimum“ zu beschränken. Etwa noch eine Woche dürften die Arbeiten dort dauern.

Gelöst wurde auch das Problem des Busverkehrs. Wie berichtet können die großen Busse die schmalen Umfahrungen nicht nutzen. „Der RVO hat deshalb jetzt Kleinbusse eingesetzt, die vom Bahnhof zur Bergbahnstation fahren“, sagt Weindl.

Tatsächlich ist man momentan mit den Arbeiten schon weiter als eigentlich vorgesehen. „Mit der Rohrleitung kommen wir heuer auf jeden Fall bis zur alten Talstation, außerdem ist eines der Einlaufbauwerke auch schon fast fertig“, sagt der Rathauschef. Eventuell werde auch noch mit dem zweiten Einlaufbauwerk im Bereich des Eisplatzes begonnen. Für die Gemeinde ebenfalls wichtig: Auch die Kosten liegen im Rahmen. „Momentan liegen wir ein Prozent drüber. Ich hoffe, dass sich das aber noch ändert – natürlich nach unten“, sagt Weindl.

Rund fünf Millionen Euro kostet der Bau der Hochwasserentlastung. Die Summe teilen sich Freistaat und Gemeinde. In einer großen unterirdischen Rohrleitung soll künftig im Hochwasserfall das überschüssige Wasser aus dem Lahnerbach in Richtung Isar abgeleitet werden. Die Rohrleitung mündet im Bereich des neu angelegten Seitenarms im Fluss. Die ersten 600 Meter von der Isar bis zur Alten Talstation werden bis zum Winter fertig sein. Damit sei ein Teil des Hochwasserschutzes schon gewährleistet, sagt Schüürmann. Denn wurde bislang mithilfe von gestapelten Sandsäcken das Hochwasser über die Bergbahnstraße abgeleitet, kann es künftig schon durch das Rohr fließen. Häuser und Gewerbebetriebe in diesem Bereich sind so geschützt. Es reiche zwar noch nicht für ein Hochwasser, das statistisch gesehen alle 100 Jahre vorkommt, „aber einen Teilschutz haben wir schon“.

Im kommenden Jahr wird dann das noch fehlende 800 Meter lange Stück zwischen alter und neuer Talstation verlegt. „Da haben wir dann aber deutlich mehr Platz“, sagt Diplom-Ingenieur Thomas Boese-Kuhn von Arnold Consult mit Blick auf die fehlende Bebauung rechts und links der Straße.

Apropos Straße: Im Zuge der Arbeiten möchte der Bürgermeister noch einmal über den Bau eines Gehwegs mit dem Grundstückseigentümer verhandeln. Noch nicht aufgegeben hat Weindl auch den Plan, an der Kreuzung Wegscheider-/Bergbahnstraße einen Kreisverkehr zu errichten. Der könnte an schönen Ski- und Wandertagen die Staugefahr reduzieren. Allerdings zieht das Straßenbauamt noch nicht so richtig mit. „Es sieht keine Notwendigkeit“, sagt Weindl. Außerdem würden keine „kleinen Kreisverkehre“ gebaut. Der geplante Kreisel an der Kreuzung hätte einen Durchmesser von 26 Metern. Zum Vergleich: der am Tölzer Amortplatz misst 18 Meter. „Ich will auf jeden Fall alles probieren“, um den Kreisel doch noch zu realisieren, sagt Weindl. Jetzt sei die Chance dafür. „Später reißt die neu gemachte Straße keiner mehr auf.“

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