Wollen nicht perfekt sein, sondern lieber charmant: Michael Well, Claudia Pichler und Anni Preuß. Foto: Hoesl/kn

„Die drei Hax’n“: Die Formation von Michael Well 

Fleischig, lustig, musikalisch

Arzbach – Ein Well-Bruder kommt nie allein. Aber statt einen seiner Brüder hat sich Michael Well für das neue Programm „Die drei Hax’n – mehr Fleisch!“ zwei Damen auf die Bühne geholt. Zu dritt unterhalten sie am Sonntag, 23. Oktober, mit Liedern, Texten und vielen Instrumenten die Zuhörer im Arzbacher „Kramerwirt“.

Es ist einer von nur sechs Auftritten des Trios in diesem Jahr, den Veranstalterin Sabine Pfister hat ergattern können. Michael Well sucht mit „Die drei Hax’n“ nicht das große Publikum – im Gegenteil: „Mir gefallen kleine Bühnen, da kann man mal was ausprobieren“, sagt er.

Dabei sieht sich Well einem zweifachen Druck ausgesetzt: dem des Erfolgs und dem des berühmten Namens seiner Familie. Deshalb enthält die Bezeichnung „Die drei Hax’n“ keine Anspieleung auf die Verwandtschaft – wie es etwa bei „NouWell Cousines“ oder „Wellbappn“ der Fall war. Stattdessen hat Michael Well geklaut, und zwar bei seinem Freund und Kollegen Gerhard Polt. „In einer seiner Nummern kommt ,Die drei Hax’n‘ vor“, erklärt Well.

Er wolle keinen Erwartungsdruck bei diesem Programm. „Wenn sich die Leute auf was einlassen, find’ ich das gut“, sagt er. „Es wird nicht perfekt, es soll einfach ein netter, charmanter Abend werden.“

Das Echo auf die ersten Auftritte des Trios zeigt, dass bei den „Drei Hax’n“ viel Kompetenz zusammengekommen ist. Claudia Pichler, die bis Anfang 2016 das Münchner Fraunhofer-Theater leitete, schreibt gerade eine Doktorarbeit über Gerhard Polt, der im kommenden Jahr 75 Jahre alt wird. In der Praxis, nämlich dem Singen, muss sich die Doktorandin dagegen erst beweisen. Anni Preuß hingegen ist eine ausgebildete Sängerin. Die Passauerin wird Lehrerin, sie befindet sich gerade im Referendariat.

„Wir kennen uns schon lange“, erklärt Well. „Claudia unterstützt mich auch im Büro. Uns kam die Idee, zusammen auch mal auf der Bühne zu spielen, aber in kleinem Format.“ Alle drei musizieren, Michael Well aber hat die meisten Instrumente dabei. „Es geht in Richtung Musikkabarett“, verrät er.

Dass die Resonanz auf das neu gegründete Trio so groß ist, das erstaunt den erfahrenen Künstler selbst. Das ehemalige Mitglied der aufgelösten Biermösl-Blosn stellt verwundert fest, dass bereits es Buchungswünsche für 2018 gibt. „Ich hab noch nicht mal einen Kalender für 2017.“ 

Auftrittsdaten: „Die drei Hax’n – mehr Fleisch!“ ist am Sonntag, 23. Oktober, um 19 Uhr im „Kramerwirt“ in Arzbach zu sehen. Vorverkauf: KKK Lenggries (Telefon 0 80 42/91 24 65, E-Mail sabine@kkk-lenggries.de), Buchhandlung Les(e)bar und Arabella Brauneck-Hotel.  Der Eintritt kostet 20 Euro. (bib)

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