Am langen Seil: Ein Lastenhubschrauber bringt die Masten für die Flutlicht-Anlage zum Weltcup-Hang. Foto: Scheitterer

Hubschrauber bringt Licht auf die Piste

Lenggries - Ein knallroter Hubschrauber mitten in der Winterlandschaft: Der Lasten-Helikopter hat gestern die Masten für die Flutlicht-Anlage am Weltcup-Hang gesetzt.

Regelrecht begeistert zeigte sich Karl Gerg, der Vorsitzende des Lenggrieser Skiclubs, von den Monteuren der österreichischen Firma Stich: „Das ging wirklich ratzfatz. Nach nicht einmal eineinhalb Stunden standen alle 18 Masten.“

Mit Hilfe eines Hubschraubers wurden gestern Vormittag die Masten für die neue Flutlicht-Anlage auf dem Weltcup-Hang aufgestellt. Die äußeren Bedingungen waren auch ideal für das Unterfangen: Sonnenschein, kein Wind und beste Sicht. Und auch die guten Vorbereitungen hatten sich bei dem spektakulären Transport ausgezahlt. In den vergangenen drei Wochen waren zuerst die Löcher ausgehoben und anschließend die Fundamente betoniert worden. „Da sind bei uns bereits über 1500 Helferstunden für das Projekt aufgelaufen. Alle haben gut zusammengeholfen und unentgeltlich für den Verein gearbeitet“, lobt Gerg die Mitglieder. Anfang der Woche wurden bereits die jeweils 18 Meter langen Masten angeliefert und auf dem Parkplatz der Brauneck-Bergbahn abgelegt. „Dann haben wir alles vormontiert, die Leuchtkörper angebracht und auch entsprechend ausgerichtet“, berichtet Emanuel Sabitzer, Prokurist der Firma Stich. „Denn wenn der Hubschrauber dann da ist, muss alles ziemlich schnell gehen.“

Das tat es dann auch. Der Helikopter nahm die rund 1,1 Tonnen schweren Masten Stück für Stück an den Haken, und hinauf ging’s zu dem jeweiligen Standort auf dem Weltcup-Hang. Dort warteten bereits die Monteure, um die Lichtmasten mit acht großen Schrauben zu befestigen. Nach knapp eineinhalb Stunden wurde dann auch der letzte Mast, der für die Beleuchtung am Einstieg in den Sessellift sorgt, aufgestellt. „Ein absolut reibungsloser Ablauf“, bestätigte Sabitzer. Nicht umsonst hatte man die Montage in die Vormittagsstunden vorgezogen, damit noch vor der heranrückenden Schlechtwetter-Front alles steht. „Jetzt sind mit den Anschlüssen nur noch ein paar Bodenarbeiten zu erledigen – damit sollten wir aber morgen fertig werden“, so der österreichische Fachmann.

„Alles hat geklappt wie am Schnürchen“, bestätigt dann auch Gerg. Zudem ist der SCL-Vorsitzende mit dem Spendenaufkommen für das FIS-taugliche neue Licht bislang zufrieden: „Es läuft ganz gut, auch wenn noch ein bisschen was fehlt. Da muss ich halt noch ein wenig zum Betteln gehen.“

Jedenfalls kann der Lenggrieser Weltcup-Hang ab heute Abend in neuem Licht erstrahlen.

Ewald Scheitterer

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