Beni Dietz, Chris Carbonaro und Max Wiegerling (v.li.) wollen mit ihrer Band „On the Shoulders of Giants“ durchstarten. Foto: Band

Newcomer

Tölzer Band will durchstarten

Die Tölzer Band „On the Shoulders of Giants“ veröffentlicht im Januar ihr erstes Album. In ihren Songs verschwimmen die Genres. Zwischen akustischen Pop-, Rock- und Folkklängen erzählt das Album „Lost and Found“ von der Nichtigkeit des Lebens, vom furchtlosen Tod und dem Auszug aus unserer Kleinstadt.

Vor fünf Jahren machte sich eine Gruppe Tölzer Musiker auf den Weg nach Frankreich. Mit wenig Geld aber viel Zeit, um sich Kost und Logis als Straßenmusiker zu verdienen. Damals coverten die jungen Männer Folk und Rock-Songs. Das Abenteuer endete abrupt, als das geliehene Auto am Strand aufgebrochen wurde. Geld, Kleidung und – besonders dramatisch – die Instrumente waren weg.

Gar nicht abrupt endete jedoch die Laufbahn der Musiker. Im Gegenteil: Beni Dietz, Max Wiegerling und Chris Carbonaro schlossen sich zur Band „On the Shoulders of Giants“ zusammen und begannen eigene Songs zu schreiben. Damals unvorstellbar, heute Realität: Die Tölzer veröffentlichen nun ihr erstes Album „Lost and Found“.

„Primär machen wir die Musik für uns. Es ist ein Hobby, aber wir nehmen das schon ernst“, sagt Chris Carbonaro. „Auf dem Album erzählen wir viele kleine Geschichten. Der Song ,Big City Lights‘ schildert dabei in der Form eines klassischen Schlussmach-Lieds, wie wir Tölzer Landnasen nach München gezogen sind. Wir sind alle Kinder der Stadt Tölz und haben diese Mischung aus Heimweh und Fernweh,“ sagt Leadsänger Carbonaro.

Vorbild ist – wie könnte es anders sein – unter anderem die Tölzer Band Bananafishbones. „On the Shoulders of Giants“ sind sich einig: „Die Jungs machen nach so langer Zeit immer noch zusammen Musik. Das wünschen wir uns auch.“ Auch Einflüsse der britischen Folk-Rockband „Mumford & Sons“ finden sich auf dem Album „Lost and Found“. Gitarrist Wiegerling findet das Werk von Phil Collins besonders beeindruckend. „Und ich bin großer Fan des Liedermachers und geistigen Alfred Jodokus Kwak-Vaters Herman van Veen“, sagt Wiegerling. Dietz gefällt der LaBrassBanda Schlagzeuger Manuel da Coll. „Auch bei mir geht Kreativität vor Technik“, sagt der Schlagzeuger.

In der perfekten Atmosphäre des Ateliers „Forum Lin“ in Gaißach entstand der Großteil der Aufnahmen. Der Künstler und Kirchenrestaurateur Erwin Wiegerling, Onkel des Gitarristen Max Wiegerling, stellte ihnen die Halle zur Verfügung. „Wir wollten das Album wie in den 70er Jahren produzieren. Erst die Musik in der Halle aufnehmen und dann den Gesang darüber legen,“ sagt Carbonaro. Ein Münchner Tontechniker produzierte das Album dann zum Freundschaftspreis, weil er – so Carbonaro – „Bock auf das Projekt hatte und wir keine Großverdiener sind“.

Im „coolsten Live-Club Münchens“, so die Musiker, findet am Donnerstag, 7. Januar, nach langem Warten endlich die sogenannte „Release-Party“ des Albums statt. Dabei präsentieren „On the Shoulders of Giants“ ihr Werk. Extrem krachig, lustig und mehr Show als Konzert: So planen Wiegerling, Carbonaro und Dietz den Abend. Mit dabei ist auch eine befreundete Band aus Österreich. Wiegerling sagt dazu mit einem Augenzwinkern: „Eine Party wie ein Überraschungsei: Schokolade, Spiel, Spaß – und Geschmacklosigkeit.“

Party am Donnerstag: Die Release-Party des Albums „Lost and Found“ findet am Donnerstag, 7. Januar, im Milla Live-Club, Holzstraße 28, in München statt. Eintritt: 8 Euro. Beginn ist um 20 Uhr. Auf der Bühne steht auch die österreichische Band Kleschn. Das Album ist auf der Party zum Preis von 5 Euro zu erwerben.

Von Nora Linnerud

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