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Nach dem Spiel des Lebens

„Alleine hätten wir das nicht geschafft“

Der SC Reichersbeuern zieht Bilanz nach dem "Spiel des Lebens" und freut sich über 250 Helfer aus dem ganzen Dorf. Neben den 1600 zahlenden Zuschauern in der Dorfarena verfolgten 130 000 Menschen die Partie im Fernsehen oder im Internet. 

Die große Party ließ sich Sebastian Bartsch nicht entgehen. Bis 4 Uhr morgens feierte der Abteilungsleiter der Reichersbeurer Fußballer das „Spiel des Lebens“, das am Samstagnachmittag erfolgreich über die Bühne gegangen war. „Es war ein Megaevent für uns und eine Ehre, im Fernsehen zu sein“, blickt er zurück auf die Aktion des TV-Senders Sky, der die A-Klassen-Partie des SCR gegen den SV Wackersberg-Arzbach (0:0) auf Bundesliga-Niveau mit 19 Kameras und 70 Mitarbeitern live übertragen hatte. 130 000 Menschen sahen das Spiel am TV-Bildschirm und in Internet-Streams.

Geschlafen hat Bartsch von Samstag auf Sonntag kaum, um 8 Uhr stand er schon wieder auf dem Sportgelände. Der Abbau zog sich über drei Tage, gestern sei man fertig geworden. Kein Wunder: 2500 bis 3000 Menschen bewegten sich laut Bartsch verteilt über Tag und Abend auf dem Areal. 1600 zahlende Zuschauer verfolgten die Partie in der Dorfarena, 850 füllten nachts die Turnhalle, die mit Live-Bühne und Bar einer Großraumdisco glich. Für die „Aftermatchparty“ verlangte der Verein sechs Euro Eintritt. „Dafür haben wir ein paar böse Worte und Blicke kassiert“, sagt Bartsch. Wohl von denen, die schon die 15 beziehungsweise 9 Euro (Stehplatz) für das Spiel bezahlt hatten. Angesichts der Kosten für Tribüne, Banden, Security, Tontechnik und Musiker habe man die zusätzlichen Einnahmen gebraucht.

Die Abrechnung war gestern noch nicht abgeschlossen. „Aber wir kommen bestimmt gut davon. Die Kosten kriegen wir auf jeden Fall gedeckt“, freut sich Bartsch. Möglich ist das nur, weil für die Großveranstaltung das ganze Dorf angepackt hat. Bartsch berichtet von rund 250 Helfern – inklusive der Vorbereitungen. „Alleine hätten wir Fußballer das nicht geschafft“, so der Abteilungsleiter. Mütter lieferten Kuchen, Gemeinde, Schützenkapelle und Trachtenverein organisierten jeweils einen Bierwagen, die Feuerwehr wies Autos ein und stellte für die Sky-Trucks Parkplatz und Strom zur Verfügung.

Im Vorfeld hatte es organisatorische Schwierigkeiten mit dem Sender gegeben (wir berichteten): Das Logo für die Eintrittskarten ließ auf sich warten, die Reichersbeurer hatten sich mehr infrastrukturelle Unterstützung erhofft. Bartschs Fazit ist dennoch positiv: „Sky ist ein großer Konzern, der auch aufs Geld schauen muss. Es war eine gute Zusammenarbeit. Tobias Gmach

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