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Warnwesten für die Erstklässler der Grundschule Reichersbeuern verteilten unter anderem (v.li.) Klaus Koch (3. Landrat), Robert Kopp (Polizeipräsident Oberbayern Süd), Christian Spindler (Sparkasse), Bundestagsabgeordneter Klaus Barthel und Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber.

Sicherheit auf dem Schulweg

Wer, wie was?

Reichersbeuern - Auftakt zur Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“: Politiker und Sicherheitsexperten besuchten die Reichersbeurer Grundschüler, die sich mit einem erfrischenden Auftritt revanchierten.

Der dritte Landrat Klaus Koch kennt das, wenn man als Erwachsener mit seiner Vorbildrolle hadert: „Es ist verdammt schwer, an der Ampel stehen zu bleiben, wenn alle anderen über die Straße gehen“, sagte Koch, der die Auftaktveranstaltung der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ erfrischend anmoderierte.

Das Sicherheitsprojekt geht von der Regierung von Oberbayern sowie der Landesverkehrswacht aus und wird von über 20 Trägern unterstützt. Es will öffentlich auf das Thema Verkehrssicherheit auf dem Schulweg aufmerksam machen. Im Rahmen der Aktion werden Sicherheitsbeauftragte der Polizei, des Landratsamts und der Kommunen geschult.

Robert Kopp, Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, stellte in der Reichersbeurer Turnhalle den Anteil seiner Beamten heraus: „Wir überprüfen die Geschwindigkeiten in Schulnähe besonders, wir kümmern uns um Falschparker, die die Sicht behindern. Aber wir können es nicht alleine schaffen.“ Ein klarer Appell an die Eltern: „Sie müssen vorleben, wie man sich auf der Straße richtig verhält“, sagte Kopp – und rechnete vor: „43 Schüler, 185 Schultage: Das sind fast 8000 Schulwege – und das sind nur die Reichersbeurer Erstklässler.

Die Zweitklässler der örtlichen Grundschule hatten ihren großen Auftritt, als sie das Lied „Wer, wie, was“ anstimmten und Sicherheitsexperten und Politikern Fragen stellten. Warum gibt es eine Ampel, warum einen Zebrastreifen?

Grundschüler haben allein ihrer Körpergröße wegen einen anderen Blick auf Kreuzungen und Einmündungen. Der Vizepräsident der Landesverkehrswacht, Peter Starnecker, erklärte, das Sichtfeld von Kindern sei um ein Drittel geringer als bei Erwachsenen. Und er nannte vier Arten von Schülerhelfern. Neben von der Polizei ausgebildeten jugendlichen und erwachsenen Schülerlotsen gebe es „Schulbuslotsen und Schulbusbegleiter“. Mit letzteren meinte Starnecker mitfahrende Aufsichtspersonen.

Vize-Regierungspräsidentin Maria Els interviewte die kleinen Reichersbeurer zu ihrem Schulweg. Sie antworteten brav und meist kompetent. Am Ende überreichten die geladenen Ehrengäste ihnen im Auftrag des ADAC neongelbe Warnwesten. „Bitte tragt sie immer fleißig“, forderte ADAC-Präsident August Markl.

Vor der Halle zeigte RVO-Mitarbeiter Ulrich Kranz Kindern und Erwachsenen, wie man sich im und vor dem Bus richtig verhält. An Ständen im Pausenhof konnte man sich über Gurt-Systeme und Fahrradhelme informieren.

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