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Das Bühnenbild zeigt das Wohnzimmer der Familie Birling. Es spielen (v. li.) Philippe Ziegler (Mr. Birling), Sophia Kraus (Sheila), Leon Becker (Eric), Caroline Wolf (das Mädchen), Robin Schröter (Gerald), Antonia Angermair (Sybil) und Katharina Roitzheim (Inspektor Goole). 

Theater  am Reichersbeurer Max-Rill-Gymnasium

Der Tod eines Mädchens

Reichersbeuern – Nach vielen Proben treten die Theaterspieler des Reichersbeurer Max-Rill-Gymnasiums auf die Bühne:  „Ein Inspektor kommt“ verspricht eine ausdrucksstarke Inszenierung.

Seit über einem Jahr probt der Oberstufenkurs „Theater“ an der Max-Rill-Schule. Morgen feiert „Ein Inspektor kommt“ von John B. Priestley Premiere. Regisseur Nikolaus Frei ist es gelungen, ein authentisches, zeitgenössisches Stück mit eigenen Interpretationen zu inszenieren. Bei den letzten Proben haben sich die sieben Abiturienten über die Schulter schauen lassen.

In der Inszenierung werden die Fragen nach sozialer, ökonomischer und politischer Verantwortung in einer globalisierten Welt mit dem Priestley-Klassik-Schauspiel in Zusammenhang gebracht. In dem Stück wird die Verlobung einer Industriellentochter mit dem Sohn des Wirtschaftskonkurrenten gefeiert, als plötzlich ein Inspektor die Festlichkeiten stört. Er ermittelt, um den Selbstmord eines jungen Mädchens aus der unteren sozialen Schicht aufzuklären. Schnell wird klar, dass jeder der Anwesenden seinen Anteil an der Tragödie hat, weil jeder dazu beigetragen hat, das Mädchen in eine immer hoffnungslosere Situation zu manövrieren. Ursprünglich spielt das Stück im Jahr 1912. Dennoch wird dem Zuhörer schnell deutlich, wie aktuell die Thematik ist.

In der abgewandelten Version Freis gibt es übrigens keinen männlichen Ermittler, sondern eine Inspektorin. Katharina Roitzheim hat ihre Rolle großartig verinnerlicht. „Es war sehr anstrengend, schließlich standen zeitgleich die letzten Klausuren für das bevorstehende Abitur an, und die Texte sind anspruchsvoll und arbeitsintensiv“, sagt die Schülerin. Trotzdem mache die Schauspielerei großen Spaß. Die anderen Darsteller stehen ihr in nichts nach. Die ausdrucksstarken Akteure setzten das Stück hervorragend in Szene.

Die Wahrheit wird über die unheimliche Präsenz des toten Mädchens zu einer spannenden, aber auch peinlichen Berührung, verrät Frei.

Die Aufführungen in der Aula am  Donnerstag, am Montag, 1., und Mittwoch, 3. Februar, beginnen um 19.30 Uhr. Außerdem gibt es am Freitag, 5. Februar, eine Vormittagsdarbietung um 10.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Wer schon heute mehr wissen möchte, kann sich den Trailer auf   ansehen (Suchbegriff: „Ein Inspektor kommt Max Rill“).   sr

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