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Die Herstellung von Whisky soll in der geplanten Erlebniswelt zu sehen sein.

Im Schlehdorfer Gewerbegebiet

Whisky, Bier und Brot in der Erlebniswelt

Schlehdorf - Das letzte freie Grundstück im Schlehdorfer Gewerbegebiet ist verkauft. Darauf soll nun eine „Getreide-Erlebniswelt“ entstehen.

Christian Heinrich möchte noch nicht viel preisgeben. Dafür sei es derzeit einfach noch zu früh, so der federführende Unternehmer des Projekts, das sich laut Aussage von Bürgermeister Stefan Jocher vom vergangenen Jahr „im zweistelligen Millionenbereich“ bewegen wird. Monatelang dauerten die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Interessent. Von dem geplanten Bau einer Whisky-Manufaktur mit Erlebniswelt war die Rede (wir berichteten). Nun bestätigte Jocher auf Nachfrage den Verkauf des rund 3200 Quadratmeter großen Areals.

Eine „Whisky-Manufaktur“ möchte Heinrich dort indes nicht bauen – jedenfalls nicht nur. Ihm schwebt vielmehr eine „Getreide-Erlebniswelt“ vor, in der sich alles um „Brot, Bier und Destillate“ drehen soll. Unter anderem sollen seltene Getreidesorten verarbeitet werden. Das teilte er auf Nachfrage der Heimatzeitung mit.

Als „vielleicht einmalige Chance für Schlehdorf“ bezeichnete der Bürgermeister diese Pläne. Etwa deshalb, weil etliche Arbeitsplätze entstehen sollen, und eine solche Erlebniswelt auch touristisch anziehend sein könnte.

Noch ist jedoch vieles ungeklärt. „Es gibt noch einiges an Arbeit“, so Jocher. Unter anderem müssen noch Investoren gefunden werden. „Es ist sicher ein gewisses Risiko für beide Seiten“, sagt Jocher deshalb. Für seine Gemeinde sei dieses Risiko jedoch recht klein, denn: „Wir haben das schon alles vertraglich geregelt.“ So gebe es etwa ein Rückübertragungsrecht. Als nächsten Schritt wird der Gemeinderat sich in seiner Sitzung am 6. Oktober mit der Änderung des geltenden Bebauungsplans beschäftigen, damit die „Getreide-Erlebniswelt“ entstehen kann. Sie soll nämlich laut Jocher unter anderem höher gebaut werden, als momentan zulässig. Auch der Verkauf von Lebensmitteln sei derzeit im Gewerbegebiet nicht gestattet. Außerdem müsse man die große Zahl benötigter Stellplätze berücksichtigen. Klappt alles, könnte laut Heinrich bereits „Anfang bis Mitte 2017“ der Spatenstich erfolgen.

Franziska Seliger

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