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Bagger am Bach: Der Deich mit dem Fußweg auf der nördlichen Seite des Arzbachs wird saniert und verbreitert.

Hochwasserschutz am Arzbach

Deich und Mauer sollen Wildbach zähmen

Arzbach - Der Hochwasserschutz am Arzbach wird weiter ausgebaut. Derzeit saniert die Flussmeisterstelle Lenggries das Schussgerinne an der Mündung in die Isar und den nördlichen Deich. Die Pläne für weitere Verbesserungen am Wildbach sind bereits in Vorbereitung.

Fußgänger und Radfahrer müssen in diesen Tagen einen Umweg in Kauf nehmen. Der Weg zwischen Staatsstraßenbrücke und Arzbachsteg an der Mündung ist gesperrt. Dort saniert die Flussmeisterstelle den Deich am linken Bachufer. „Der Deich hat sich über die Jahre in einigen Abschnitten gesenkt“, sagt Abteilungsleiterin Dora Schulze vom Wasserwirtschaftsamt (WWA) Weilheim. Mit der Wiederherstellung soll nach Angaben der Fachbehörde auch der Unterhaltungsweg neu angelegt werden. „Wir verbreitern diese Strecke auf drei Meter“, sagt Peter Gröbl, der im WWA für Wasserbau und Gewässerentwicklung zuständig ist. Damit könne der Deich auch mit einem Unimog befahren werden, was für die Unterhaltsmaßnahmen notwendig sei. „Wir wollen aber die Strecke als Wanderweg erhalten“, so Gröbl. Die Verbreiterung erleichtere zudem das künftige Nebeneinander von Fußgängern und Radfahrern. Für anderweitige Fahrzeuge bleibe der Weg nach wie vor gesperrt. An den verbreiterten Damm werde eine flache Böschung angesetzt. Die Deichsanierung ist ebenso wie die parallel laufende Erneuerung des Schussgerinnes eine sogenannte Unterhaltsmaßnahme. Die Arbeiter ersetzen dabei die zum lockeren Wasserbausteine an der Bachsohle und füllen die Zwischenräume mit Beton.

Derweil hat das Wasserwirtschaftsamt den Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung für eine weitere Hochwasserschutzmaßname eingereicht. Auf der Wackersberger Seite des Arzbachs soll zwischen Staatsstraßenbrücke und Schwimmbad eine Mauer aus Beton oder Natursteinen errichtet werden. „Wir planen eine kleine Mauer mit einer Höhe von 50 bis 75 Zentimeter“, so Gröbl. Auch auf Lenggrieser Seite sei zumindest auf Höhe der Tennisplätze eine derartige Mauer geplant. Baubeginn könnte nächstes Jahr sein – falls das Landratamt die Genehmigung erteilt und die Gemeinden mit der Übernahme der anteiligen Kosten einverstanden sind. Damit soll der Hochwasserschutz laut Gröbl im bebauten Bereich auf einen Durchfluss von 90 Kubikmetern pro Sekunde ausgebaut werden. „Bei der Überschwemmung 1990 war es wohl noch etwas mehr“, so Gröbl. „Aber das war ja auch noch mehr als ein hundertjährliches Hochwasser.“

Einen weiteren Schwachpunkt des Wildbachs will die Flussmeisterstelle noch heuer beseitigen. Im sogenannten Auffangraum oberhalb des Wildholzrechens hat der Bach mit der Erosion eines Ufers begonnen. „Da haben wir schon eine provisorische Sicherung eingebaut“, so Gröbl. Hier soll nun eine stabile Verbauung entstehen.

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