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Das Baugebiet Valtl am Stausee ist das bislang letzte Einheimischen-Modell der Gemeinde Wackersberg. 

Grundstückskauf in Arzbach

Bauland für Einheimische in „super Lage“

Wackersberg - Gute Aussichten für Bauherren: Die Gemeinde Wackersberg hat in Arzbach ein 14 000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft, um es als Bauland für Einheimische auszuweisen. Die ersten Bagger könnten frühestens 2018 anrollen.

Mit der erfreulichen Nachricht überraschte Bürgermeister Alois Bauer die Teilnehmer des Jahresessens der Gemeinde wWackersberg. „Der Grundstückskauf ist unter Dach und Fach“, sagte Bauer im „Blomberghaus“. Demnach hat die Kommune noch vor Jahresende eine insgesamt 14 000 Quadratmeter große landwirtschaftliche Fläche südlich der Längentalstraße in Arzbach in „super Lage“ gekauft.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass sich daraus ein Nettobauland von 10 000 Quadratmetern entwickeln lässt. „Da könnten 18 Bauherren in Einzel- und Doppelhäusern ein eigenes Dach überm Kopf bekommen“, so Bauer auf Nachfrage. Er ist froh, dass die Gemeinde auf diese Weise wieder Bauland für Einheimische ausweisen kann. „Wir haben seit Jahren keine größeren Flächen mehr angeboten bekommen.“ Eines der letzten Einheimischen-Modelle war in Valtl am Isarstausee.

Die Verhandlungen in Arzbach haben sich dem Vernehmen nach über ein Jahr hingezogen. Zum positiven Abschluss sei man gekommen, als eine Lösung für die Zufahrt gefunden war, so Bauer. Die Haupterschließung erfolgt von der Längentalstraße aus durch das bestehende Gewerbegebiet. Zudem sei eine weitere Anbindung auf der Westseite geplant. Über den Hahnenkammweg sei außerdem eine Ausfahrt mit Einbahnregelung möglich. Um Baurecht zu erlangen, muss der Gemeinderat nun einen Bebauungsplan aufstellen. Parallel dazu will die Kommune die Kriterien für das Einheimischenmodell neu festschreiben. Bisher war Voraussetzung, dass der Antragsteller mindestens 15 Jahre in der Gemeinde gelebt hat. „Wir werden das auf zehn oder sogar fünf Jahre runtersetzen“, sagt Bauer. Die soziale Komponente habe weiterhin Gewicht. „Familien haben Vorrang vor Alleinstehenden.“ Auch die Höhe des Einkommens fließe in das Regelwerk ein. Das Ziel der Gemeinde sei, günstiges Bauland anzubieten. „Wir wollen die Grundstücke zu 50 Prozent des Verkehrswerts anbieten“, sagt Bauer. Er will sich vorab noch genau informieren, welche Vorgaben die Gemeinde in das Einheimischenmodell einfließen lassen kann, um den EU-Richtlinien gerecht zu werden.

Zum Kaufpreis wollte sich Bauer nicht äußern. Nur so viel: „Wir haben den Grund als landwirtschaftliche Fläche gekauft.“ Dem Verkäufer sei aber eine sogenannte Aufpreiszahlung für die künftige Nettobaulandfläche zugesichert. Der bisherige Eigentümer will laut Bauer auch für sich selbst Baurecht für eine nicht verkaufte Teilfläche.

Bei der Aufstellung des Bebauungsplans will die Gemeinde auf eine verträgliche Anbindung an das bestehende Gewerbegebiet achten. „Wir werden dazwischen ein Mischgebiet als Pufferzone ausweisen“, so Bauer. Das diene dem Schutz des Gewerbegebiets. „Wir wollen verhindern, dass die bestehenden Betriebe Lärmschutzprobleme bekommen.“

Der Bürgermeister hofft, dass für das neue Baugebiet bis Mitte 2017 Baurecht vorliegt. „Ende 2017 könnte dann die Erschließung fertig sein“, so Bauer. Spätestens im Frühjahr 2018 sollten die ersten Rohbauten stehen.

Alois Ostler 

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