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Für einen Stalldurchschnitt von 10 000 Kilogramm Milch wurden in Arzbach (vo., v. li.) Marianne Willibald, Andreas Strauß, Hubert Mayr und Michael Jaud ausgezeichnet. 9500 Kilogramm Stalldurchschnitt erreichten Georg Mair jun., Hans Müller, Hans Rauchenberger sowie (hi., v. li.) Josef Waldherr. Auf 9000 Kilogramm kamen Josef Forster, Eugen Walser und Maria Resenberger. Anton Gerg wurde gewürdigt für einen zehnjährigen Stalldurchschnitt von 8500 Kilogramm. Andreas Strauß (vo., 2. v. li.) und Hans Rauchenberger (vo., re.) erzielten zudem einen zehnjährigen Stalldurchschnitt von 8000 Kilogramm. Mit Erfolg beteiligten sich Rauchenberger sowie Hans Müller und Georg Mair (vo., 2. und 3. v. re.) außerdem an der Jubiläumstierschau 40 Jahre Rinderzucht Südbayern.

Tölzer Viehzuchtgenossenschaft

Auch Holland setzt aufs Fleckvieh

Arzbach – „Vor dem Preis kommt der Fleiß“, stellte Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber fest mit Blick auf die umfangreichen Kenntnisse, die für eine erfolgreiche Milchviehzucht notwendig sind. Dass die Viehzuchtgenossenschaft (VZG) Bad Tölz sich diesbezüglich sehen lassen kann, wurde beim Züchtertag im Arzbacher „Kramerwirt“ einmal mehr bewiesen.

„Die Tölzer VZG ist eine Hochburg des Zuchtverbands Miesbach, und das soll auch so bleiben“, sprach Balthasar Biechl als Vorsitzender des Zuchtverbands den hiesigen Züchtern seine Anerkennung aus. Die Tölzer VZG ist eine von insgesamt acht Viehzuchtgenossenschaften, die im Zuchtverband Miesbach zusammengeschlossen sind und dessen Viehmärkte beschicken.

Konkrete Zahlen lieferte der Tölzer VZG-Vorsitzende Hans Rauchenberger. Demnach war zwar die Anzahl der zum Markt gebrachten Kälber mit 3625 Stück im Jahr 2015 etwas niedriger als im Jahr zuvor. Beim Großvieh allerdings konnte man mit 482 Stück ein beachtliches Kontingent stellen: „Das war ein Fünftel vom Großvieh-Jahresumsatz in Miesbach“, so Rauchenberger. Die Märkte in Miesbach seien ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, und die neue Markthalle eine maßgebliche Errungenschaft.

Die Finanzen des Zuchtverbands befinden sich laut Biechl nach dem Neubau der Halle in „geordneten Verhältnissen“. Im zurückliegenden Jahr habe der Verband insgesamt einen Rekordumsatz verzeichnen können. Zufrieden sei man auch mit dem Export – die Handelsbeziehungen führten etwa nach Rumänien, Moldawien, Usbekistan, Ägypten und in die Türkei. Das süddeutsche Fleckvieh sei dort wegen seiner zweifachen Nutzungsmöglichkeit als Milch- und Fleischlieferant gefragt.

Schon seit Langem davon sehr angetan sind die holländischen Bauern. Inzwischen sei dort mit Miesbacher Erfahrungswerten ein eigener Fleckviehzuchtverband gegründet worden, berichtete Biechl. „Die Holländer orientieren sich an unserem System.“ Ein großes Problem bereite den Betrieben der anhaltend niedrige Milchpreis. Mit ursächlich dafür sei der Export-Stopp nach Russland. „Ich habe deshalb wenig Verständnis dafür, dass das Russland-Embargo verlängert wurde“, sagte der Zuchtverbands-Vorsitzende. „Ohne Zusammenarbeit geht nichts.“ Schwierig umzusetzen seien überdies die Vorstellungen der Verbraucher: „Jeder will billige Lebensmittel, stellt aber zugleich Ansprüche, die kaum erfüllbar sind.“ Dabei sei das Umweltverhalten jener vehement fordernden Konsumenten oft genug alles andere als beispielhaft. Die Landwirtschaft allseits an den Pranger zu stellen, sei letztlich eine Wohlstands-Erscheinung.

„Unseren Tieren geht es gut“, erklärte dazu der Wackersberger Bürgermeister Alois Bauer. „Unser Vieh ist auf den Weiden und Almen. Das ist die beste Landschaftspflege und ein wesentlicher Tourismus-Faktor.“

Dass indes auch die Bürokratie Sorgen bereitet, wurde am Beispiel der verschärften Sanktionierung bei Übertretung der Meldefrist für die Tierdatenbank deutlich gemacht. „Da muss man schon fragen dürfen, ob wir keine anderen Probleme haben“, resümierte Martin Bachhuber und verwies in Sachen Verordnungen und Vorschriften weiter auf die Ziele der „grünen“ Landwirtschaftspolitik: „Die wollen Mitbestimmung bis in die Betriebe hinein.“ Rosi Bauer

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