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Umbau: Aus dem „Treibhaus“ wird ein Geschäftshaus.

Gemeinderat 

„Treibhaus“ wird Geschäftshaus

Wackersberg - Ein paar Auflagen sind zwar zu erfüllen. Grundsätzlich aber stimmte der Wackersberger Rat jetzt der Nutzungsänderung des ehemaligen Gasthauses an der Steinsäge zu.

Früher hieß es „Ruh am Bach“, dann wurde das „Treibhaus“ daraus, in dem sich nun, wie berichtet, ein Geschäft niederlassen will. Der Restaurierungsbetrieb möchte mit seinen 35 Angestellten dorthin umziehen und es als Lager und Stützpunkt nutzen. Dafür sind zunächst einige Sanierungsmaßnahmen nötig. Das zuletzt leer stehende Gebäude ist in keinem guten Zustand. „Schon frühere Interessenten sind an der schlechten Substanz gescheitert“, sagte Bürgermeister Alois Bauer.

Grundsätzlich sind die Voraussetzungen nicht schlecht: Der Trinkwasseranschluss und die Regenentwässerung sind vorhanden. Das Gebäude liegt im Außenbereich, ist aber gut erschlossen. Ein Rückbau zur grünen Wiese sei laut Bauer ausgeschlossen, da dort nun einmal Baurecht besteht.

Mit einer ersten Planung des neuen Besitzers konnten sich die Räte im Bauausschuss nicht anfreunden. Dabei hätte sich das Erscheinungsbild erheblich verändert und es wäre länger als der Bestand geworden. Daher formulierte die Gemeinde ein paar Voraussetzungen: Das Gebäude muss sein ursprüngliches Erscheinungsbild bewahren, es darf nur eine Mitarbeiterwohnung geben, die Gesamtlänge muss die gleiche bleiben, ein im Osten geplantes Treppenhaus muss näher an das Haus herangerückt werden, und der Glasanbau im Süden muss zurückgebaut werden. Letzterer wirke wie ein „Fremdkörper“.

Der Besitzer möchte das Haus nicht unterkellern. Das Kopfteil soll erhalten bleiben, im hinteren Bereich soll abgerissen und neu gebaut werden. Neu entstehen werden Treppenhäuser und Lagerräume sowie eine Doppelgarage. „Stellplätze sind nachgewiesen“, sagte Bauer.

Insgesamt sind 250 Quadratmeter für Büro und Verwaltung vorgesehen, 200 Quadratmeter für Lager und Werkstatt. Weitere 290 Quadratmeter nehmen Wohn- und Aufenthaltsräume ein. An der geplanten Betriebsleiterwohnung im Dachgeschoss schieden sich die Geister. Im ursprünglichen Plan waren zwei vorgesehen, die Gemeinde will nur eine zulassen. Die ist nun aber recht groß, wie Martin März anmerkte. „Das ist doch keine Betriebsleiterwohnung mehr. Wir wollten dort doch keine Wohnbebauung.“

Wunschtraum sei eigentlich eine touristische Nutzung gewesen, sagte Bauer. „Aber die wird an dieser Stelle wohl nicht mehr verwirklicht.“ Wichtig sei, dass mit der Sanierung der alte Charakter wieder hergestellt werde. Für einen Betrieb sei dies eine gute Position. Der Antragsteller schreibt an die Gemeinde, dass der ländliche Gebäudecharakter erhalten bleiben soll.

Bauer war noch wichtig festzuhalten, dass keine Außenwerbung gestattet ist und im Außenbereich des Gebäudes keine Lagerhalterung zulässig ist. Erfreulich sei, dass der Besitzer angekündigt hat, fünf bis sechs Wanderparkplätze auf seinem Grund zur Verfügung zu stellen.

Einstimmig votierten die Räte für die Nutzungsänderung – unter den besagten Bedingungen.  

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