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Soll saniert werden: Das ehemalige „Treibhaus“ im Wackersberger Ortsteil Steinsäge.

Ruh am Bach

Im „Treibhaus“ wird nicht mehr gefeiert

Wackersberg - Gewerbe statt Gasthaus: Das „Treibhaus“ an der Wackersberger Steinsäge wird wohl künftig anders genutzt werden.

Im ehemaligen „Treibhaus“ wird es kein Lokal mehr geben. In der Sitzung des Wackersberger Gemeinderats am kommenden Dienstag steht eine Anfrage bezüglich Sanierung, Teilabriss und Neuaufbau des Gebäudes auf der Tagesordnung.

Laut dem Wackersberger Bürgermeister Alois Bauer steht dem „Treibhaus“ wohl ein Besitzerwechsel bevor. Das Haus an der Steinsäge gehörte zuletzt einer Eigentümergemeinschaft, die es aber verkaufen wollte. Eine Bestätigung für den Verkauf wollte eine Vertreterin der Eigentümergemeinschaft auf Nachfrage unserer Zeitung nicht abgeben.

Laut Bauer stehe eine neue Nutzung im Raum. „Es soll wohl gewerblich genutzt werden. Mit Büros und Lagerräumen.“ Bis Dienstag hofft der Bürgermeister, dass ihm auch ein neuer Plan vorliegt. Einen ersten Entwurf hatte die Gemeinde abgelehnt.

Konkret möchte der Antragsteller die Anbauten, die laut Bauer das Bild „stören“, abreißen. Das Erscheinungsbild des Hauptgebäudes soll unverändert bleiben, geplant ist eine Sanierung.

Die Gemeinde hätte sich erhofft, dass das „Treibhaus“ touristisch genutzt bleibt. „Das hätten wir favorisiert“, sagt Bauer. Ideal wären laut dem Bürgermeister auch Übernachtungsmöglichkeiten zum Beispiel für Radfahrer gewesen. Dazu wird es nun nicht kommen.

Das „Treibhaus“ blickt auf eine lange Tradition zurück. Es wurde wohl um 1900 als Hotel und Gaststätte "Ruh am Bach" erbaut. Ab etwa 1990 erhielt das Lokal den Namen „Treibhaus“. Bei Nachtschwärmern war es viele Jahre lang eine beliebte Anlaufstelle. Im Juni 2014 schloss es endgültig. Als Gründe gab der damalige Wirt den baulich schlechten Zustand an. Seitdem stand es leer. Als Zwischennutzung wurde eine Unterbringung für Flüchtlinge diskutiert. Da aber wenige Meter weiter am Wertstoffhof ein Containerdorf errichtet wurde, wurde dieser Vorschlag laut Bauer abgelehnt.

Das neue Nutzungskonzept für das frühere „Treibhaus“ wird in der Sitzung am Dienstag, 15. November, ab 19 Uhr diskutiert. Auf der Tagesordnung steht außerdem der Ausbau der Längentalstraße in Arzbach und die Erweiterung des Kindergartens Isarbiber.

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