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Spaß beim Video-Dreh: JJ Jones im schrägen Rautenanzug in der Blomberg-Bahn. Neben ihm sitzen Ehefrau Katl und Hund William. 

Videodreh am Blomberg

Der Gipfel des Kitsches

Wackersberg - JJ Jones mag es kitschig und lustig. Das beweist auch ein Video, das der Münchner Sänger und Performance-Künstler zu Promotion-Zwecken am Blomberg gedreht hat.

Der Gipfel der Welt ist der Blomberg zwar nicht. Aber schön ist es dort allemal. Deshalb hat sich JJ Jones auch dazu entschlossen, hier den alten Carpenters-Hit „Top of the world“ in Form eines Promo-Videos einzusingen. Der gut dreiminütige Clip sorgt derzeit in den sozialen Netzwerken für viel Erheiterung.

Kein Wunder: In dem Video ist der Sänger und Performance-Künstler in einem schrägen weiß-blauen Anzug mit Rautenmuster zu sehen, wie er in die Kamera strahlt, neckisch mit seinen beiden geflochtenen Zöpfen spielt und mit Ehefrau Katl Uhmann flirtet, die Hund William auf dem Arm hält. „Ich mag kitschige und lustige Sachen“, sagt der gebürtige Amerikaner, der mit bürgerlichem Namen John Jones heißt. Trotzdem will sich der 50-Jährige nicht etwa über die Bayern lustig machen, im Gegenteil: „Ich bin ein totaler Fan von Bayern und liebe die Natur und die Menschen hier“, betont der Künstler, der der Liebe wegen seit 14 Jahren in Deutschland lebt, drei davon im Freistaat.

Den Blomberg besuchte der Wahl-Münchner bereits vor zwei Jahren zum ersten Mal, als er mit seiner Band „Edelrost“ bei dem Freiluft-Theaterstück „Pension Nirvana“ von Wolfgang Ramadan einen Gastauftritt absolvierte. Damals hatte sich Jones im Isarwinkel so wohl gefühlt, dass ihm der Blomberg sofort als Kulisse für seinen Video-Dreh in den Sinn kam. Einen Tag lang verbrachte Jones am Blomberg, neben seiner Frau Katl waren auch Freunde aus Amerika mit dabei, mit denen er nach den Aufnahmen noch eine Wanderung unternahm und im Blomberghaus einkehrte. „Gott sei Dank hatten wir schönes Wetter“, erinnert sich Jones an den Drehtag vor gut drei Wochen.

Das Video hat der Künstler, der in den USA „Film“ studiert hat, mit Hilfe eines Selfie-Sticks selbst gedreht. Sein Fazit: Gleichzeitig zu filmen, zu singen und in einen Sessellift einzusteigen, ist gar nicht so einfach. Vor allem das Aussteigen an der Bergstation habe nicht so gut funktioniert, weshalb diese Szene im Video auch nicht zu sehen sei. Wiederholen wollte Jones die Sequenz aber nicht, da er den Clip bewusst einfach halten wollte. „Wir sind nur einmal hochgefahren.“

Mit dem Video bewirbt Jones das Film-Festival „Die erste Vertikale“, das von 8. bis 10. September im österreichischen Bad Gastein stattfindet. Veranstalter Friedrich Liechtenstein ist ein alter Freund von Jones, weshalb er auch einen Abend des Festivals mitgestaltet. Unter dem Motto „Same old song“ werden am 10. September verschiedene Bands den Song „Top of the world“ performen – jeder in seiner Version.

Doch der Performance-Künstler kann nicht nur lustig und kitschig: Jones macht unter anderem geistliche Musik und spielt in der „Big Band Dachau“ – gerne auch in seinem schrägen Bayern-Anzug. „Das Publikum“, sagt der Künstler lachend, „ist jedes Mal begeistert.“

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