Gemeinsam für schnelles Internet (v. li.): Geschäftsleiter Jan Göhzold, Norbert Kreier (Telekom), Bürgermeister Alois Bauer und Michael Müller von der Beratungsfirma Corwese.

Breitband-Ausbau

Wackersberger surfen bald schneller

Wackersberg - Es geht voran mit dem Ausbau des schnellen Internets in Wackersberg. Am Mittwoch setzten Vertreter der Gemeinde und der Telekom ihre Unterschriften unter den Vertrag.

„Das ist ein großer Schritt“, sagt Jan Göhzold, Geschäftsleiter und Breitband-Beauftragter der Gemeinde Wackersberg. „Bei vielen Bürgern wird das Internet in Zukunft viel besser gehen.“ Die Unterschriften unter den Vertrag mit der Telekom seien der vorläufige Abschluss eines riesigen Förderverfahrens, das im Jahr 2013 begann. „Wir haben unsere Aufgabe für diesen Bereich getan“, sagt Göhzold. Jetzt ist der Anbieter gefragt. 570 Haushalte sollen künftig Internet-Geschwindigkeiten bis zu 50 MBit/s nutzen können. Der Ausbau erfolgt im südlichen Gemeindeteil bis zur Bundesstraße 472, sagt Jan Göhzold: von der Benediktbeurer Straße bis zum Blomberg, im Ortsteil Wackersberg bis Bibermühle, in Schnaitt und in Lehen. Ausgebaut wird auch der westliche Teil von Arzbach bis zur Längentalstraße.

In der weitläufigen Gemeinde Wackersberg mit den vielen kleinen Weilern ist der Internetausbau nicht einfach: Je weiter ein Haus von einem Knotenpunkt entfernt ist, desto schlechter wird das Internet. „Durch die Vorwahlgrenze wird ein Teil der Gemeinde von Tölz, ein Teil von Lenggries aus versorgt“, sagt Göhzold. Dadurch gebe es teilweise sehr lange Leitungen, an deren Ende die Internetleistung entsprechend schwach sei.

Das schwächste Glied seien aber die Kupferkabel. „Die dämpfen ziemlich. Je weniger es davon gibt, desto besser.“ Deshalb werden im Zuge des Ausbaus die dicken Kupferkabel, die zum Verteiler führen, durch Glasfaserkabel ersetzt. Nur noch die weiteren Anschlüsse bis zu den Häusern erfolgen über Kupferkabel.

Beim Ausbau stellt die Telekom der Gemeinde die Deckungslücke in Rechnung. Das ist der Betrag, den sie durch die erwarteten Nutzungsgebühren nicht wieder einnehmen kann. Von dieser Deckungslücke erstattet ein Förderprogramm des Freistaats 80 Prozent. Die Förderung läuft bis Herbst 2018 weiter.

Daher möchte die Gemeinde Wackersberg versuchen, weitere Mittel abzurufen. „Im Norden gibt es Gebiete, in denen es ganz schlecht aussieht“, sagt Göhzold. Als Beispiel nennt er die kleinen Gemeindeteile in Richtung Königsdorf. „Solange es Fördermöglichkeiten gibt, wäre es Quatsch, den Ausbau nicht voranzutreiben.“

Der Ausbau, der nun mit der Unterschrift beschlossen wurde, sei vergleichsweise einfach, so Göhzold. „Dort war die Telekom mit ihren Glasfaserkabeln ohnehin in der Nähe.“ Der Anbieter steigt laut Pressemitteilung nun in die Feinplanung ein. „Gleichzeitig wird eine Firma für die Tiefbaumaßnahmen ausgesucht und das notwendige Material bestellt“, sagt Regiomanager Norbert Kreiter. Es müssen Kabel verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt werden. In der Regel vergehen zwischen Vertragsabschluss und Buchbarkeit der Anschlüsse etwa zwölf Monate, so die Telekom. Ende 2017 könnten also viele Wackersberger bereits ans schnelle Netz angeschlossen sein. Göhzold: „Gerade für unsere Betriebe und Bürger, die von zu Hause arbeiten, ist das eine tolle Sache.“

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