Wackersberger Hilfe für Indien: Eine Chance für die Ärmsten

Wackersberg - Er unterstützt Kinder in Indien, die sonst nicht in die Schule gehen könnten: Der Wackersberger Förderverein „Schwester Modesta-Hilfe“. In diesen Tagen haben die Familien mit den Folgen einer Überschwemmung zu kämpfen.

Eigentlich fließt durch die indische Stadt Shahpur nur ein Rinnsal. Das hat sich in den vergangenen Tagen in einen reißenden Fluss verwandelt und umliegende Dörfer überschwemmt. Den Förderverein „Schwester Modesta-Hilfe, Indien“ hat diese Nachricht schwer getroffen. Christa Mertens und Martin Gambs haben ihn vor gut zwei Jahren in Wackersberg gegründet.

Vorstandsmitglied Ulla Jurda war erst im April zu Besuch im Katharinenkloster in Shapur, wo der Verein 30 Schulkinder unterstützt. „Die Menschen dort sind bitterarm“, sagt Jurda. Sie leben in Strohhütten und arbeiten als Tagelöhner der Großgrundbesitzer. Die Schule im Kloster gibt vielen Kindern Hoffnung. „Bildung ist das höchste Gut“, sagt Jurda.

Wackersberg hat einen besonderen Bezug zu Shahpur im ärmsten Bundesstaat Bihar. Dorthin wurde in den 70er Jahren eine Ordensschwester der Englischen Fräulein geschickt, die dort bis zu ihrem Tod 2001 wirkte. Ihr Name: Schwester Modesta. Bürgerlich hieß sie Maria Bartl und war gebürtige Wackersbergerin.

Schwester Modesta hat die Landwirtschaft des Klosters aufgebaut, sodass die Schwestern fast vollständig davon leben können. Den zugehörigen Kindergarten, die Grundschule und das Gymnasium besuchen inzwischen 1800 Schüler. „Die staatliche Schule funktioniert nicht ordentlich, viele Lehrer kommen zu spät oder gar nicht“, berichtet Jurda.

Die Schwestern achten auf einen geregelten Ablauf und diszipliniertes Verhalten. Jeder Schultag beginnt mit einem Morgenappell und einem Gebet. Seit seiner Gründung bezahlt der Förderverein Schulgeld, Uniformen und Bücher. Pro Kind sind das 134 Euro im Jahr. Schwester Sneha, die die Vereinsprojekte in Indien betreut, wählt Kinder aus den ärmsten Familien und achtet darauf, dass die Eltern diesen Weg unterstützen. Außerdem fördert der Verein die Nähschule des Klosters, in der junge Frauen eine Ausbildung erhalten.

Die Arbeit des Vereins zeigt Wirkung. Die Entwicklung einer Familie blieb Jurda besonders in Erinnerung. Vor zwei Jahren lernte sie drei Mädchen kennen, deren Vater einen Arbeitsunfall hatte. „Die Ehefrau war mit einem Buben schwanger und ist mit ihm zu ihren Eltern gezogen, weil der Mann die Familie nicht mehr ernähren konnte“, berichtet Jurda. Die Mutter ließ ihre drei Kinder im Stich.

Jurda machte damals Fotos von den Mädchen, um zu zeigen, wen der Verein unterstützt. „Das waren furchtbare Bilder, die Kinder konnten nicht lächeln.“ Inzwischen gehen sie in die Klosterschule, bekommen Nachhilfe und regelmäßig Reis und Kichererbsen. „Ich weiß nicht, wie es sonst geendet hätte“, sagt Jurda. Bei ihrem Besuch im April haben die Mädchen zumindest gelächelt.

Der Verein hilft Überschwemmungsopfern. Außerdem freut er sich über Mitglieder und Unterstützung für Schuluniformen und Nähmaschinen. Das Spendenkonto „Förderverein Sr. Modesta-Hilfe, Indien e.V.“, IBAN: DE05 7005 4306 0011 4365 99.

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