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Der fünfte Ehrenbürger der Gemeinde Hebertshausen heißt Hans Zigldrum (Mitte). Links Bürgermeister Richard Reischl, rechts sein Stellvertreter Martin Gasteiger.

Gemeinde Hebertshausen

Altbürgermeister Zigldrum zum Ehrenbürger ernannt

Hebertshausen - Altbürgermeister Hans Zigldrum wird zum Ehrenbürger ernannt. Alle haben’s gewusst, die Hebertshauser Gemeinderäte und die vielen Ehrengäste. Nur einer nicht: Zigldrum selbst.

Die Gemeinde Hebertshausen hat einen neuen Ehrenbürger: Altbürgermeister Hans Zigldrum wurde diese Ehre zuteil. Zum Ehrentag kamen hochrangige Besucher, darunter die CSU-Bundestagsabgeordnete Gerda Hasselfeldt, der ehemalige Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Alois Glück, Landrat Stefan Löwl und sein Vorgänger Hansjörg Christmann

Auch Zigldrum kam natürlich. In der Einladung, die ihm Bürgermeister Richard Reischl geschickt hatte, stand nur etwas von einem Stehempfang. Zigldrum nahm an, dass die Gemeinde seinen 75 nachfeiern wolle. Tatsächlich hoben die illustren Gäste das Glas auf seinen Geburtstag. Der Grund für die Feierlichkeit war aber ein ganz anderer: Reischl hatte die große Freude zusammen mit seinem Stellvertreter Martin Gasteiger (FBB) den Altbürgermeister Johann Zigldrum zum Ehrenbürger zu ernennen. Er ist der Fünfte in der Gemeinde, dem diese Ehre zuteil wurde.

Johann Zigldrum ist seit 50 Jahren CSU-Mitglied. Er gehörte 30 Jahre dem Kreistag an. Bevor er 1990 zum Bürgermeister Hebertshausens gewählt wurde, war er viele Jahre 2. Bürgermeister und Fraktionsführer der CSU-Fraktion im Gemeinderat gewesen.

Zigldrum war bei der Sparkasse Dachau an verantwortungsvoller Stelle tätig. Mit seiner Frau Ursula hat er zwei Töchter und einen Sohn. Inzwischen gehören zur Familie auch noch sieben Enkel.

Bevor Bürgermeister Reischl den Ehrenbürgerbrief überreichte, traten einige ehemalige Weggefährten Zigldrums ans Rednerpult. Zigldrum war sichtlich gerührt. Besonders freute er sich über den Besuch von Alois Glück: „Alois, dass du heute gekommen bist, ein Mann, der so große Verdienste um Bayern hat, ist mir die größte Freude.“ Glück und Zigldrum verbindet seit Jahrzehnten eine Freundschaft, die beiden lernten sich einst bei der Katholischen Landjugendbewegung kennen.

Gerda Hasselfeldt betonte, dass Zigldrum sich nie in den Mittelpunkt gedrängt und immer den Menschen im Auge behalten habe. Altlandrat Hansjörg Christmann sagte: „Du hast das Amt als Bürgermeister hervorragend ausgefüllt, hast immer Augenmaß bewahrt und den Mut gehabt, manche Dinge auch nicht zu tun.

„Vor 14 Jahren hast du der Gemeindepolitik adieu gesagt“, so Reischl an Zigldrum gewandt. „Doch sie hat dich nicht ganz ausgelassen. Das zeigen dein Engagement im Kreistag bis 2014 und jede noch so kleine politische Veranstaltung, an der du dich beteiligst. In vielen Gesprächen diskutierst du über Entscheidungen und zeigst dabei auch deinen Respekt vor dem Amt, das du selbst zwölf Jahre mit Freude und Demut getragen hast. Nie würde ein böses Wort über die Amtsperson Bürgermeister über deine Lippen kommen, auch wenn du mit manchen Entscheidungen nicht einverstanden bist.“ Das persönliche Ansehen sei Zigldrum nicht so wichtig, so Reischl weiter. Es gehe ihm heute noch um die weitreichenden Weichenstellungen im Sinne der Gemeinde.

„Du hattest den Mut und die Kraft, für eine Sache zu kämpfen, die viele andere bezweifelt haben“, so Reischl. Als Beispiel nannte Reischl den Rathausbau und den großen Umbau im Jahr 2002. „Wenn man heute die Trilogie aus Kirche, Rathaus und Schule sieht, wird dein Gedanke von damals wieder ganz aktuell“, erklärte der Bürgermeister.

„Für die Gemeinde haben deine Kinder oft auf dich verzichten müssen, deshalb gehört auch ein Dankeschön an die Familie, denn der Vater war für das Wohl der Gemeinde viel unterwegs.“

Reischl betonte, dass die Ernennung zum Ehrenbürger nur möglich ist, wenn es eine Zweidrittelmehrheit im Gemeinderat gibt und sich sich der Kandidat in herausragender Weise um das Wohl der Gemeinde verdient gemacht hat. „Lieber Hans, diese Frage hat der Gemeinderat am 10. Mai einstimmig mit ja beantwortet. Und darum ist es mir nun eine besondere Ehre, dir den Ehrenbürgerbrief überreichen zu dürfen. Trage diese Auszeichnung mit Stolz, sie ist das Ergebnis aus deiner jahrzehntelangen Arbeit für uns und die Gemeinde.“

Glückwünsche kamen auch aus der Partnergemeinde Lókút. Zigldrum war vor einiger Zeit auch dort zum Ehrenbürger ernannt worden.

Johann Zigldrum zeigte sich sichtlich gerührt nach all den Reden. „Der Gemeinderat hat es mit mir nicht immer leicht gehabt“, gab er zu. Als er ein „Riesendankeschön“ an seine Frau Ursula und seine Familie für die jahrzehntelange Unterstützung aussprach, versagte ihm kurz die Stimme

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