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An der linken Seite der "ganz alten Schule" soll ein Anbau errichtet werden. 

Schultreppe 4 in Altomünster

Altes Gebäude wird barrierefrei und sicher

Altomünster - Seit 1710 gibt es das Gebäude Schultreppe 4. Die „ganz alte Schule“ ist historisch und architektonisch gesehen ein Juwel mit wechselvoller Geschichte. Nach der beschlossenen Sanierung ist jetzt noch ein Anbau vorgesehen. Ein Haus für alle mit Zukunft.

Es soll ein „Haus der Bildung“ werden. Mit Mehrzweck- oder Veranstaltungsräumen, Platz für die Volkshochschule und für die Bücherei, die dorthin mit deutlich mehr Raumangebot umzieht. Die Raumaufteilung war am Dienstagabend aber kaum Gesprächsgegenstand im Gemeinderat Altomünster. Das Münchner Planungsbüro Claus und Forster stellte vielmehr einen Anbau vor, der für die innere Erschließung des Gesamtgebäudes, insbesondere aus Gründen der Barrierefreiheit (die auch im weiteren Verlauf der Sitzung Thema war) und des Brandschutzes notwendig ist.

Der Anbau schließt sich links an die „ganz alte Schule“ an, ist nicht unterkellert und giebelgleich mit dem bisherigen Bau. In diesen Anbau soll insbesondere ein Treppenhaus und ein Aufzug gelegt werden, damit das Haus bis hinauf zur Galerie erschlossen werden kann. In diesen Anbau kann zudem ein behindertengerechtes WC, eine Garderobe, Technik- oder sonstige Räume integriert werden. „Dieses Treppenhaus ist enorm wichtig als erster Fluchtweg. Darauf legt auch das Landesamt für Denkmalschutz Wert“, betonte Diplomingenieur Wilfried Claus. Zweiter Rettungsweg ist der bisherige Zugang zum Haus. Eine barrierefreie Erschließung durch eine Rampe wäre kaum zu realisieren gewesen, so Geschäftsleiter Christian Richter. Kostenpunkt für den Anbau: rund 350 000 Euro. Die müssen zu den bisherigen Kosten für die Sanierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro addiert werden. Durch den Anbau fallen vier bis sechs Stellplätze weg.

„150 Quadratmeter werden durch den Anbau dazugewonnen. Damit halten wir uns mehrere Optionen offen“, meinte Josef Obeser (Freie Wähler).

Ansonsten wird viel alte Bausubstanz erhalten, denn der Zustand des denkmalgeschützten Hauses ist im Prinzip gut, urteilte Statiker Fritz Seiler. Die Decken tragen seiner Aussage nach 200 bis 250 Kilogramm je Quadratmeter, außer im Dachgeschoss. Im Erdgeschoss wird zudem eine neue Bodenplatte eingezogen. Diese, eine Innendämmung und die besseren Fenster sind sogar Teil einer energetischen Sanierung, auf die Josef Riedlberger (CSU) besonderen Wert legt.

Die Planung wird nun auf einstimmigen Beschluss hin weitergeführt. Zuschüsse für das Projekt gibt es aus der Städtebauförderung. Wolfgang Graf (CSU) gab jedoch zu bedenken, dass auch der Umzug des JUZ in das Bahnhofsgebäude mit eingerechnet werden müsse.

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