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Auch in der Kirche standen die Kinder im Vordergrund. 

25 Jahre Kindergarten Pipinsried

Viele Persönlichkeiten entwickelt

Pipinsried - Seit 25 Jahren herrscht wieder Leben in der Ortsmitte von Pipinsried. Vor einem Vierteljahrhundert wurde im alten Schulhaus der Kindergarten eingerichtet. Die Pipinsrieder haben das Jubiläum groß gefeiert.

„Wo sind die 25 Jahre geblieben?“ Eine gute Frage, die Kindergartenleiterin Theresia Ernst an den Anfang eines kleinen Festtages stellte. Seit 25 Jahren gibt es nämlich schon den Kindergarten in dem kleinen Ort der Marktgemeinde Altomünster, der zusammen mit den Pipinsrieder Musikanten im alten Schulhaus eine eingeschworene Gemeinschaft bildet. Und jetzt war es an der Zeit, dies gehörig zu feiern. Und sogar das Wetter spielte soweit mit, dass alle „Freiluftprogrammpunkte“ in der Tat draußen stattfinden konnten.

„Lasset die Kinder zu mir kommen“, zitierte Pfarrer Paul Riesinger die Worte Jesu aus der Bibel beim festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche, bei dem die Kindergartenkinder rund um den Altar stehen durften. „Kinder überraschen uns täglich aufs Neue mit ihrer Spontaneität, ihrer Ehrlichkeit, ihrem uneingeschränkten Wesen“, fand der Geistliche, und deshalb müsse man dankbar sein, dass Kinder unsere Welt und vor allem hier den Ort und die Gemeinde bereichern. Pfarrer Riesinger erinnerte daran, dass es vom Pfarrgemeinderat (PGR) und der Gemeinde sehr weitsichtig gewesen sei, die etwas verwaiste Ortsmitte wieder mit Leben zu füllen. So wich der PGR damals ins Sportheim aus, um den Kindergartenkindern hier Platz zu machen, bis dann im alten Pferdestall des Pfarrhofes ein Pfarrheim errichtet werden konnte.

„Die Kinder von damals bringen heute schon selbst ihre Kinder her“, stellte nicht nur Pfarrer Riesinger fest, sondern auch Theresia Ernst, die sich glücklich zeigte, dass etwa 600 Kinder in diesen 25 Jahren hier unter ihrer Obhut waren. Sie war zudem dankbar, dass auch ihr Team immer mit ihr an einem Strang gezogen hat und dass die Eltern stets bereit waren, mitzuhelfen, wo es nötig war. Nur so konnte manches verwirklicht werden, wie der schöne Anbau des Wintergartens, der viel Helligkeit in die Räume gebracht hat. Dafür dankte sie bei dieser Gelegenheit noch einmal allen Helfern.

Die Regenwolken waren schon bedrohlich dunkel, als Bürgermeister Anton Kerle im Garten des Kindergartens an die Zeit vor gut 25 Jahren erinnerte, als es schon mal recht knapp war mit den Kindergartenplätzen in der Marktgemeinde. Damals musste eine schnelle und tragbare Entscheidung getroffen werden, zusätzliche Plätze zu schaffen. „Die Idee eines Kindergartens in Pipinsried ist durchaus nicht überall auf Gegenliebe gestoßen“, wie er betonte. „Denn wer fährt schon seine Kinder nach Pipinsried“, habe es vielfach geheißen. Heute fahren übrigens eine Reihe von Altomünsterern hierher, die sonst keinen Kindergartenplatz bekommen haben.

Eines stellte der Bürgermeister auch deutlich fest: „Gebäude und Ausstattung allein machen aber einen Kindergarten nicht aus.“ Es gehörten Menschen, Mitarbeiter und Eltern dazu. Kerle bedankte sich daher besonders bei Theresia Ernst, die den Kindern mit ihrem Team stets die nötige Wärme und Ausbildung gegeben habe, damit diese sich zu kleinen Persönlichkeiten entwickeln konnten. Natürlich war der Gemeindechef nicht mit leeren Händen gekommen, sondern hatte ein schönes Spielzeug für die Kinder dabei.

Da das Wetter immer noch hielt, konnte auch der Festzug zum Pfarrheim stattfinden, wo gefeiert wurde. Die Kinder konnten sich draußen vergnügen mit Spielen, einer Rallye, Ballspielen, sich wunderbar schminken lassen oder einfach nur mit Wasser pritscheln am Dorfbrunnen.

Wie hieß es doch so schön in einem Lied am Ende des Jubiläumsgottesdienstes: „Hast du heute schon gelacht, so von innen raus, weil es Freude macht?“ Das war bei der Jubiläumsfeier sicherlich der Fall. Gisela Huber

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