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Blumen für treue Dienste überreichten Nina Fuchs (links) und Ursula Keul (4.v.l.) an mehrere Mitarbeiter des Pflegeheims. Foto: gh

35-jähriges Bestehen in Wollomoos

Wenn ein Heim zur Heimat wird

Wollomoos - Angefangen hat alles im ehemaligen Wirtshaus von Wollomoos. Dort haben Hannegret Neuwinger und Franz Schieri einst ein Pflegeheim eingerichtet. Und damit die Zeichen der Zeit erkannt. Das Haus feierte jetzt sein 35-jähriges Bestehen. Viele feierten mit.

Es war ein großer Tag in der Geschichte des Wollomooser Pflegeheims, den es anlässlich seines 35- jährigen Bestehens mit einem ein Tag der offenen Tür und am Nachmittag mit zahlreichen Ehrengästen im geschmückten Festsaal im alten Anwesen feierte. Mit dabei waren unter anderem MdL Bernhard Seidenath, stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Bürgermeister Anton Kerle und Altbürgermeister Konrad Wagner, sowie die betreuenden Ärzte, Angehörige, Heimfürsprecher, eine Abordnung vom Bezirkskrankenhaus in Taufkirchen und nicht zuletzt eine ganze Reihe von Betreuern. Schüler des ITG Dachau umrahmten die Feier mit festlicher Musik. Für Heimleiterin Nina Fuchs war das Fest eine „wohltuende Bestätigung“, dass sie es geschafft hat, in die „Riesen-Fußstapfen“ ihrer Mutter Hannegret Neuwinger zu treten. Aus ihren Händen hat sie vor fünf Jahren den „Schlüssel“ für das private Pflegeheim bekommen und zugleich die Fürsorge für alle Bewohner, die sie zusammen mit Pflegedienstleiterin Ursula Keul erfüllt. Froh ist sie aber, wie sie in ihrer kurzen Ansprache zugab, dass jetzt auch ihr Mann Matthias ganz in den Betrieb eingestiegen ist, „denn der bürokratische Wahnsinn macht es nicht leicht den Spagat für alles zu schaffen!“ Nicht vergessen wollte sie das „alte tolle Team“, das hinter ihr steht und mit dem auch sie in den letzten Jahren sehr zusammengewachsen ist. „Im Schnitt sind unsere Mitarbeiter 11,5 Jahre im Haus“, betonte sie, eine ganze Reihe aber schon länger. Das tue nicht nur ihr gut, sondern vor allem den Bewohnern, die gerne vertraute Gesichter um sich haben. Lachend erklärte Nina Fuchs, dass sie fast ihr ganzes Leben in Wollomoos verbracht hat, eine Zeit, in der nahezu immer gebaut wurde und so nicht nur das Haus gewachsen ist, sondern auch sie in diese verantwortungsvolle Arbeit hineingewachsen ist. Deshalb gehörteein besonderer Dank ihrer Mutter Hannegret sowie Franz Schieri für das Vertrauen und die hervorragende Vorarbeit, die sie mit einem Blumenstrauß und Wein honorierte. Beinahe als Familientreffen bezeichnete Bezirkstagspräsident Josef Mederer dieses Jubiläum, denn die Gesichter seien ihm in den 35 Jahren nur allzu sehr vertraut geworden. „Ich erinnere mich noch gut an die erste Begegnung mit dem neuen Pflegeheim, das da im ehemaligen Wirtshaus von Wollomoos Einzug gehalten hat, als ich noch als Sanitäter einen Patienten abholen durfte“. Es sei ein mutiger Anfang für ein Pflegeheim „mitten im Ort“ gewesen, betonte Mederer. Dessen Entstehung habe aber ebenso mutige Entscheidungsträger sowie Unternehmer- und Pioniergeist gefunden. „Damals stellte sich noch die Frage, ob überhaupt ein Pflegeheim notwendig ist, doch Hannegret Neuwinger hatte die Zeichen der Zeit erkannt und so diese Einrichtung zu den Menschen gebracht.“ Aus einem psychiatrischen Heim sei ein Haus für viele Krankheitsfelder geworden, die bis hin zu Wachkomapatienten und solchen rfeichen, die in andere Heime nicht mehr aufgenommen werden. „Eure Beschäftigten haben hier eine Lebensaufgabe gefunden und sie tragen mit ihrem Klima dazu bei, dass die Menschen hier nicht nur ein Heim, sondern eine neue Heimat gefunden haben“, so Mederer. Auch stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki gratulierte und dankte für die Professionalität, das menschliche Einfühlungsvermögen, die Kompetenz und nicht zuletzt für die vielen kleinen Aufmerksamkeiten, die den Bewohnern entgegengebracht werden. Für Diakon Jürgen Richter zählt der 14-tägige Besuch im Pflegeheim zu den schönsten Aufgaben seines Dienstes, wie er dankbar berichtete. Seit sechs Jahren kommt er regelmäßig zu den Menschen aller Konfessionen. Zum Beten und zum Gespräch. Bei Bürgermeister Anton Kerle werden stets Kindheitserinnerungen wach, wenn er das Pflegeheim betritt, hat er doch in der ehemaligen Land- und Gastwirtschaft oft genug mit seinen Freunden Verstecken oder Fangen gespielt. Auch er erinnerte sich an die anfängliche Skepsis, ein solches Haus mitten im Dorf zu errichten, doch heute sei es eine Institution geworden, die überall Anerkennung gefunden hat. „Auch die Angehörigen wissen, dass ihre Familienmitglieder hier gut aufgehoben sind!“ Das letzte Wort hatte Pflegedienstleiterin Ursula Keul, die sich glücklich zeigte über gute und treue Mitarbeiter und viele Helfer im Hintergrund. Gemeinsam mit Nina Fuchs und Hannegret Neuwinger dankte sie vier Mitarbeitern für 10-jährige Treue, drei Mal für 15 Jahre, einem Mitarbeiter für 20 Jahre und gleich fünf Betreuern für den 25-jährigen Einsatz im Pflegeheim.

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