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Traditioneller Richtspruch: Zimmerermeister Lothar Weber bat um göttlichen Segen und zerdepperte nach altem Brauch sein Glas auf dem Dach des Gebäudes.

Prinzenpark in Karlsfeld

Richtfest mit Wermutstropfen

Karlsfeld - Es geht flott voran am Prinzenpark westlich der Bahn: Nicht einmal ein Jahr nach der Grundsteinlegung konnte am bayernweit größten Projekt für Betreutes Wohnen Richtfest gefeiert werden. Doch es gibt einen Wermutstropfen.

Richtfest an der Watzmannstraße: Die Erlbau aus Deggendorf errichtet dort seit einem knappen Jahr ein imposantes Gebäude. 252 Ein- bis Vierzimmerwohnungen für Betreutes Wohnen sind darin untergebracht, dazu werden 208 Tiefgaragenstellplätze gebaut. Beim Richtfest konnten sich rund 400 Gäste ein Bild vom Projekt machen und auch die zwei voll möblierten Musterwohnungen besichtigen.

Wie Alois Erl mitteilte, soll der Bau im Frühjahr und Sommer 2017 bezugsfertig sein. Die Arbeiten seien schon weiter vorangeschritten als geplant. Das Gesamtverkaufsvolumen beläuft sich auf rund 80 Millionen Euro. Fast 250 Wohnungen sind verkauft.

Florian Pronold, Bundestagsmitglied und bayerischer SPD-Chef, kam in seiner Funktion als parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium nach Karlsfeld. „Projekte wie dieses sollten beispielgebend sein“, sagte Pronold. Es müsse gelingen, „dass die Menschen in der immer älter werdenden Gesellschaft möglichst lange selbst bestimmt leben können“.

Der Karlsfelder Bürgermeister Stefan Kolbe wiederholte, was er im Gemeinderat gesagt hatte: Spätestens zum Fahrbahnwechsel im Dezember 2017 soll der Ortsteil westlich der Bahn eine Busverbindung bekommen. Ebenfalls seit langem auf der Wunschliste des Karlsfelder Gemeinderats: ein Supermarkt westlich der Bahn. Kolbe hofft, dass dieser Supermarkt im Nachbargebäude des Betreuten Wohnens unterkommt. Dieses Gebäude soll Erlbau als Nächstes auf dem Grundstück bauen. Insgesamt bebaut Erlbau sechs Baufelder mit einer Brutto-Geschossfläche von rund 100 000 Quadratmetern.

Es gibt auch eine weniger erfreuliche Nachricht: 18 der 252 Wohnungen an der Watzmannstraße sollten sozial gefördert werden. Doch daraus wird nichts. Das Projekt ist vom Tisch, bestätigte Kolbe.

Auch deshalb hat sich der Karlsfelder Gemeinderat vor einigen Wochen dazu entschlossen, auf einem gemeindeeigenen Grundstück am Heizkraftwerk mit der Kreiswohnbaugesellschaft 66 Sozialwohnungen und 16 Wohnungen für Betreutes Wohnen zu bauen – eine große Lösung. Auch eine kleine Variante mit 48 Sozialwohnungen und zwölf Wohnungen für Betreutes Wohnen stand zur Abstimmung. Sozial gefördertes Betreutes Wohnen sei an dieser Stelle einfach günstiger als an der Watzmannstraße, so Kolbe. (tol)

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