Bewohnerparkzone am Dachauer Bahnhof

Hier wird Parken richtig teuer

Dachau - Es hat viele Monate gedauert – doch nun ist sie da: die erste Bewohnerparkzone Dachaus. Sie soll östlich des S-Bahnhofs entstehen – zusammen mit drei Park&Ride-Zonen.

Es wird eine wirklich große Veränderung in Sachen Parken in Dachau geben. Für Anwohner und für Pendler: Dachau bekommt seine erste Bewohnerparkzone. Und zwar östlich des S-Bahnhofs. 

Dort werden Parkautomaten aufgestellt, und das Parken wird 50 Cent pro Stunde kosten – allerdings nur montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Außerdem können Anwohner über 18 Jahre einen Parkausweis beantragen, wenn sie zu wenig eigene Stellplätze besitzen. Ein Stellplatz soll 30 Euro im Jahr kosten, darauf vermerkt werden können maximal drei Kennzeichen, also etwa drei Autos – die dann aber nur im Wechsel dort parken können, schließlich gibt es nur einen Ausweis. Zudem werden nicht alle Parkplätze für die Anwohner bereitgestellt. Bei maximal 50 Prozent aller Parkplätze soll das Schild stehen: „Bewohner mit Parkausweis frei“. Eine weitere Ausnahme gibt es außerdem: Die Parkplatzfläche beim TSV 1865 soll nur von 8 bis 17 Uhr gebührenpflichtig sein. 

Der gesamte Parkplatzbereich direkt am Bahnhof wird dagegen ein Park&Ride-Parkplatz. Genauer gesagt: Drei Park&Ride-Parkplätze und ein Bike&Ride-Parkplatz, mit 310 Stellplätzen für Autos und über 1000 Stellplätzen für Fahrräder. Auch dort werden Parkscheinautomaten aufgestellt. Hier soll das Parken 2 Euro pro Tag kosten, oder, mit einem Jahresparkschein, 150 Euro im Jahr. 

Eines aber ist schon klar: Diese Bewohnerparkzone ist der „notwendige Einstieg“, wie es Verkehrsreferent Volker C. Koch (SPD) in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses formulierte. „So etwas wird auch noch in anderen Gebieten notwendig werden.“ Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU) wies gleich darauf hin, dass ihre Fraktion die Zone ursprünglich sowieso bis zur St.-Peter-Straße ausweiten hatte wollen. Ihr neuer Vorschlag: Sobald die Bewohnerparkzone eingerichtet ist, wird gleich ein Gutachten für die anschließenden Gebiete erstellt. Denn: Ein Gutachten wird gesetzlich verlangt, um den Bedarf einer Bewohnerparkzone nachzuweisen. Mit diesem Vorschlag waren auch die Ausschuss-Kollegen einverstanden. 

Und so wurde es eine harmonische Abstimmung. Gut, schließlich hatten die Politiker schon einige Monate und zwei ganze Workshops gebraucht, um sich auf die wichtigsten Eckdaten für die neue Zone zu einigen. Mal sehen, wie harmonisch die Bevölkerung und die Pendler die Neuerungen annehmen werden. Doch bis dahin werden noch einige Monate ins Land ziehen: Sommer 2017 wird angepeilt.

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