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Wer wird Bundestagskandidat? Anton Kreitmair, Georg von Hundt, Florian Schiller und Katrin Mair (v.l.) stehen zur Wahl.

CSU wählt Bundestagskandidaten

Seidenath erwartet eine Stichwahl

Dachau - Heute abend wählt die CSU ihren Bundestagskandidaten. Zur Wahl stehen vier Interessenten: Katrin Mair aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, Florian Schiller, Anton Kreitmair und Georg von Hundt aus dem Landkreis Dachau.

Die 160 CSU-Delegierten im Bundeswahlkreis Fürstenfeldbruck-Dachau wählen am heutigen Mittwochabend im ASV-Saal den Kandidaten für die Bundestagswahl 2017. Und die Wahl dürfte spannend werden: Außer Katrin Mair aus Türkenfeld (Landkreis Fürstenfeldbruck) stellen sich drei Interessenten aus dem Landkreis Dachau zur Wahl: Anton Kreitmair aus Kleinberghofen, Georg von Hundt aus Lauterbach und Florian Schiller aus Dachau (wir berichteten).

Seit Juni tingelten die vier Interessenten durch die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck, begleitet von den Kreisvorsitzenden Bernhard Seidenath und Thomas Karmasin, stellten sich bei den Mitgliedern der Ortsverbände vor, besichtigten Besonderheiten der Gemeinden, wie das Baulandmodell-Projekt für einheimische Familien in Weichs, die E-Tankstelle in Haimhausen, die Furthmühle in Egenhofen, das Augustiner-Chorherren-Museum in Indersdorf. Die Bilanz aus den Vorstellungsrunden: „In Dachau waren sie besser besucht als im Landkreis Fürstenfeldbruck“, so der Eindruck von Bernhard Seidenath. Weiter interpretieren möchte er das nicht.

„Jetzt sind wir auf der Zielgeraden“, so der CSU-Kreisvorsitzende. Seidenath beschwört die kollektive Intelligenz der Delegierten, die heute abend im ASV-Theatersaal gefragt sei, um den Kandidaten zu wählen, der in den Bundeswahlkampf ziehen wird und die Chance hat, Nachfolger von Gerda Hasselfeldt zu werden.

Die Bundestagsabgeordnetete hatte im April angekündigt, bei der nächsten Wahl 2017 nicht mehr antreten zu wollen. Für die CSU begann die Suche nach einem Nachfolger. Der Fürstenfeldbrucker Kreisverband präsentierte schnell Katrin Mair, die schon 2009 beinahe über die Liste in den Bundestag eingezogen wäre. Bernhard Seidenath machte sich auf die Suche nach möglichen Kandidaten aus dem Dachauer Landkreis – und präsentierte Anfang Juni Florian Schiller, Vorsitzender der Dachauer Stadtratsfraktion, Georg von Hundt, früherer Gemeinderat in Bergkirchen, und Anton Kreitmair, Landtagsabgeordneter.

Seidenath betont, dass es keine Wahlempfehlungen gebe, auch Gerda Hasselfeldt habe bewusst keinen der Interessenten als ihren Favoriten bezeichnet. „Alle vier sind geeignet“, so der Kreisvorsitzende. „Ich gehe davon aus, dass es eine Stichwahl geben wird“, sagt Seidenath. Jeder der 160 Delegierten hat eine Stimme. Wer die absolute Mehrheit erreicht, gewinnt. Gelingt das nicht, kommen die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen in die Stichwahl. Bei einem Patt entscheidet das Los.

Wer gegen wen in einer Stichwahl antreten könnte, darüber gibt Seidenath keine Prognose ab. Naheliegend ist allerdings, dass Katrin Mair gute Chancen hat: alleine deshalb, weil die Delegation aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck aus 85 Personen besteht; die Dachauer Delegation ist um zehn Stimmen schwächer. Wer von Dachauer Seite die besten Chancen hat, ist schwer vorherzusagen. Es scheint ein offenes Rennen zu sein – ganz ohne Vorabsprachen und Wahlempfehlungen der Kreisvorstände.

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