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Michael Schrodi wurde nominiert.

Nominierung bei der SPD

Der "Michi" muss nach Berlin

Bergkirchen - Genossen aus allen SPD-Ortsvereinen im Landkreis Fürstenfeldbruck und Dachau nominierten den Kandidaten für die Bundestagswahl 2017: Michael Schrodi.

„Der Michi Schrodi ist der einzig vorgeschlagene Kandidat“, verkündete Versammlungsleiter Peter Falk aus Gröbenzell. Nun soll es also im zweiten Anlauf klappen für den 38-jährigen Olchinger Michael „Michi“ Schrodi. Schon 2013 unternahm der Gymnasiallehrer einen Anlauf auf das Direktmandat – und unterlag klar seiner CSU-Konkurrentin Gerda Hasselfeldt. Doch die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag kandidiert nicht mehr. Auf einen Nachfolger haben sich die Kreisverbände der CSU noch nicht einigen können.

Bei der SPD dagegen herrscht Einigkeit: Mit 55 Stimmen wählten die Delegierten Schrodi zum Kandidaten für das Direktmandat, drei Stimmen waren ungültig. „Dass Ihr so eine Einigkeit bewiesen habt, gibt mir wahnsinnig Kraft, diese Zeit durchzustehen“, meinte Schrodi sichtlich gerührt nach der Ernennung.

Seit 1997 ist Michael Schrodi Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und seit 2003 als Gemeinde- und Kreisrat tätig. Aktuell ist der Gymnasiallehrer Fürstenfeldbrucker Kreisrat, Vorsitzender der SPD im Nachbarlandkreis und Mitglied im Vorstand der Oberbayern-SPD.

Der verheiratete Vater von zwei Kindern unterrichtete am Josef-Effner-Gymnasium in Dachau und lehrt derzeit am Viscardi-Gymnasium in Fürstenfeldbruck Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. „Beruflich und durch den Fußball bin ich mit beiden Landkreisen verbunden“, sagte der ehemalige Mittelfeldspieler des FC Pipinsried. Das Fußballherz des „Roten“ schlägt ansonsten „tiefblau“: „Ich bin geborener 60er Fan.“

In seiner Bewerbungsrede zeigte sich Schrodi kämpferisch – und bewies sich als „SPDler mit tiefroter Wolle“, wie ihn Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl bezeichnete. Zur Außenpolitik zitierte Schrodi mehrfach Altbundeskanzler Willy Brandt. Außerdem setzt Schrodi die Bekämpfung von Altersarmut, Verteilungsgerechtigkeit und eine „gesetzliche, solidarische Rente“ ganz oben auf seine Agenda.

Schrodi prangerte einen Investitionsstau in Bayern an: „Dass für die zweite Stammstrecke kein Geld da sei, kann doch nicht sein“, redete er sich in Rage. Die Genossen bezeichneten den 38-Jährigen als geeigneten Kandidaten, der die Belange der Kommunen auch in Berlin vertreten kann. Er sei sehr gut vernetzt in beiden Landkreisen.

Auch der soziale Wohnungsbau ist ihm ein besonderes Anliegen. Hier verwies er auf Dachaus OB Florian Hartmann, der in der Stadt 200 Sozialwohnungen neu errichten will. Das sei ein Beispiel für erfolgreiche Regierungspolitik der SPD.

„Wer hätte denn gedacht, dass der Florian die OB-Wahl gewinnt“, sagte Schrodi kämpferisch. Oder dass MdL Martin Güll nur knapp in der Landratswahl unterlegen gewesen sei. „Deshalb gehe ich guten Mutes in das nächste Jahr, aber ich brauche euch“, appellierte Schrodi an seine Genossen: „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“ Die Genossen räumen dem Olchinger auch Chancen auf einen guten Listenplatz ein: Der „Michi“ gehöre nach Berlin.

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