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So soll die Kletterhalle der Naturfreunde am Wettersteinring im Gewerbepark an der äußeren Münchner Straße aussehen.

Eröffnung im September 2017 geplant

Dachau bekommt eine Kletterhalle

Klettern ist ein Trend, dessen Ende nicht abzusehen ist. Und wer nicht in die Berge fahren will, der klettert eben in der Halle. Bald ist das auch in Dachau möglich: Die Naturfreunde werden am Wettersteinring eine Kletterhalle errichten. Baubeginn ist schon im Herbst – und in einem Jahr soll die Kletterhalle fertig sein.

„Fehlt schon lange“, „eine echte Chance für Dachau“, „kann man nur unterstützen“: Die Mitglieder des Bauausschusses jubelten fast über den Bauantrag der Naturfreunde Deutschland. Denn die möchten eine Kletterhalle in Dachau errichten. Einstimmig gab der Bauausschuss grünes Licht. Entstehen soll die Kletterhalle im Gewerbepark an der äußeren Münchner Straße, am Wettersteinring 14, am Rothschwaigeweg. 

Für die Naturfreunde ist es quasi ein Pilotprojekt. „Es ist die erste Kletterhalle der Naturfreunde Deutschland überhaupt“, sagt Peter Pölloth, Geschäftsführer des Landesverbands Bayern. Die Halle werde als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb des Landesverbandes betrieben. „Pläne für eine Kletterhalle gibt es bei den Naturfreunden schon länger“, so Pölloth. „Wir haben uns einen Standort gesucht, wo es nicht schon unbedingt fünf andere Kletterhallen gibt.“ Dachau war ein weißer Fleck auf der Karte – mit guter Prognose, was die künftigen Kunden angeht: 40 000 Einwohner und die Studenten der TU in Garching in der Nähe. 

Über die Dachauer Naturfreunde mit dem Vorsitzenden Hans Staudinger seien die ersten Kontakte geknüpft worden zur Stadt, so Pölloth, „dann wurde ein Bauplatz gesucht“ – und am Wettersteinring gefunden. Baubeginn ist im Herbst, so Pölloth, die Fertigstellung ist für September 2017 geplant. Die Dachauer SPD schreibt es sich und ihrem „Forum Sport“ zu, dass die Kletterhalle in Dachau entsteht. Sören Schneider: „Wir sind sehr glücklich, dass das Forum Sport durch seine Gespräche Dachau als Standort für die Kletterhalle sichern konnte.“ 

Eine „beeindruckende Vielfalt an Kletterwänden“ ist vorgesehen, wie die Naturfreunde in einer Betriebsbeschreibung erklären. Eine Outdoor-Kletterfläche wird entstehen. Auch das Bouldern, das Klettern auf Absprunghöhe – im Vergleich zum Klettern mit Gurt und Seil – wird möglich sein. Und natürlich bieten die Naturfreunde weitaus mehr an als nur das Klettern für Privatpersonen: Es soll Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben, Kindergeburtstage können hier gefeiert werden. Und weil Klettern heute in zahlreichen Schulen in den Sportunterricht integriert ist, soll eine Kooperation Schule und Klettern entstehen. Außerdem kann die Kletterhalle für Ergotherapeutisches Klettern, Klettern in der Psychotherapie und für Klettern mit Behinderten genutzt werden. 

Sportreferent Günter Dietz (CSU) legte seinen Kollegen im Bauausschuss wärmstens an Herz, dem Antrag zuzustimmen, doch das war nicht nötig: „So eine Halle fehlt hier schon lange“, sagte Claus Weber (FW). „Die Kletterer mussten bisher immer nach München fahren.“ Den Befreiungen von der Wand- und Firsthöhe und der Ausnahme für die Ausführung eines Flachdaches stimmte der Bauausschuss zu. 

Die Kosten für die Halle betragen laut Pölloth 3,5 Millionen Euro. Sie wird teilfinanziert über den Verband Naturfreunde Deutschland, das bedeutet, Mitglieder gewähren dem Landesverband ein Darlehen. Der Rest wird über die Bank finanziert. 

Beteiligung

 Interessierte können sich mit einer verzinsten Einlage bzw. Darlehen bei den Naturfreunden an der Finanzierung beteiligen. Ansprechpartner ist Landesgeschäftsführer Peter Pölloth unter Telefon 09 11/ 2 37 05 13 oder E-Mail: info@naturfreunde-bayern.de.

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