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Auf dem besten Wege: das Nachwuchsorchester der Knabenkapelle Dachau im Thoma-Haus.

Herbstkonzert der Knabenkapelle Dachau

Böhmische Blasmusik und Schlagzeugsolo

Dachau - Natürlich erklingt die gute alte böhmische Blasmusik, wenn die Knabenkapelle zum Herbstkonzert bittet. Aber die jungen Musiker haben noch viel, viel mehr drauf.

Das Nachwuchsorchester und das Große Blasorchester der Knabenkapelle Dachau haben ihre Zuhörer beim Herbstkonzert im Ludwig-Thoma-Haus mitgenommen auf eine spannende Reise durch die Welt der Musik, unterhaltsam und gekonnt. Der musikalische Leiter Eduart Civeja gab freundlich, aber bestimmt den Takt vor.

„Die Jugend ist die Zukunft“, sagte Vorsitzender Tilo Ederer bei der Begrüßung der Gäste, als er die Nachwuchsarbeit des Vereins vor Ort in den Schulen ansprach. 60 bis 70 Kinder spielen bereits in den dortigen Bläserklassen. Zielsetzung ist, dass die Kinder den Sprung in das Nachwuchsorchester schaffen und später bei einem erreichten „gewissen Niveau“ sogar im Hauptorchester mitspielen.

Das Nachwuchsorchester präsentierte sich erstmals in den blauen, gesponserten T-Shirts mit dem neuen Logo der Knabenkapelle. Ederers Dank galt den örtlichen Banken, die finanziell unterstützen, und der Stadt Dachau, die dem Verein das ganze Jahr über „zur Seite steht“.

Was das Nachwuchsorchester darbot, konnte sich hören lassen. Das liegt auch daran, dass die Jugendlichen Mitspracherecht bei der Programmgestaltung haben. Eine besonders beeindruckende Leistung war der Beitrag „The Castle of Bray“. Die Komposition des Niederländers Kees Vlak ist ein Stück in vier Sätzen, in dem sich das höfische Leben mit Fanfarenklängen, pompöser Festmusik und Tanz widerspiegelt.

Das Große Blasorchester stieg mit dem Stück „Klezmeriana“ von Jan de Haan gleich mit vollem Sound ein. Im „Concerto for Drumset and Concert Band“ hatte der erst 16-jährige Thomas Salvermoser seinen großen Auftritt mit einem zündenden Feuerwerk am Schlagzeug.

Dass das Blasorchester das Bayerisch-Böhmische nicht vernachlässigt, zeigte sich im zweiten Konzertteil. Die bekannten „Moskauer Nächte“ mit der unwiderstehlichen Kalinka erklangen genauso so schwungvoll wie der „Libertango“ des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla. Die Filmmusik „How to train your dragon“ von John Powell, die die Zähmung des Drachen umsetzt, bildete den krönenden Abschluss des Herbstkonzerts.

Die jungen Musikanten und ihr ambitionierter Dirigent Eduart Civeja wurden mit donnerndem Applaus für ihre souveräne, stimmungsvolle Darbietung belohnt. Ohne Zugabe durften sie die Bühne nicht verlassen.

Ingrid Koch

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