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Hey Heidi: Die Band Django 3000 brachte nicht nur mit ihrem Hit den Rathausplatz zum Toben.

Dachauer Musiksommer

Kein Regen, aber ein Donnerschall mit Django 3000

Die meisten der rund 1200 Besucher beim Konzert von DeSchoWieda und Django 3000 waren bestens vorbereitet: und packten eine Regenjacke ein. Doch die hätte es gar nicht gebraucht. Viel mehr brachten die bayerischen Jungsstars einen gewaltigen Donnerschall auf die Bühne. 

Bevor die Chiemgauer Musiker von Django 3000 den Bretterboden auf dem Rathausplatz betraten, spielte  die Erdinger Band DeSchoWieda auf. Sänger Max Josef Kronseder, die Geschwister Tobias Reinhard und Johannes Benedikt Loechle und Felix Ranft an verschiedenen Instrumenten, begeisterten das Publikum mit gesungenen Lebensweisheiten wie „Scheiß da nix dann feit da nix“ oder „Heit moi net an moing denga, einfach oane eischnenga“. Außerdem überzeugten sie mit umgeschriebenen Hits wie Meghan Trainors „All about that bass“ in „De Liebe de is groß“ oder Pitbulls Timber in „Nimma“. Der Start eines gelungenen Abends war also geschafft. 

Nach einer kurzen Pause traten die energiegeladenen Musiker von Django 3000 auf die Bühne. Sänger Kamil Müller, Florian R. Starflinger an der Geige, Michael Unfried Fenzl am Kontrabass und Jan-Philipp Wiesmann am Schlagzeug brachten den Rathausplatz in ihrer fast zweistündigen Bühnenshow zum Beben: Auf dem Rathausplatz waren fliegende Hände zu sehen, die auch in der Höhe blieben, ausgelassene Menschen, die zu den Balkan-Rythmen mittanzten und weißer Rauch, der die spektakuläre und farbenfrohe Lichtshow überdeckte. „Hey Heidi, hey Heidi“, tönte es über den vollen Rathausplatz: „Du bist echt a Gfeide“, sangen die Konzertbesucher beim Höhepunkt des Konzerts mit. 

Und auch die direkten Anwohner blickten aus ihren Fenster und wippten zu Django 3000 mit. Außerdem lauschten Einige außerhalb der Konzertabsperrungen der Folk-Popband, die größenteils auf bayerisch sang. Ein weiteres Highlight war Michael Unfried Fenzls Zwischenspiel am Kontrabass, begleitet von Jan-Philipp Wiesmann am Schlagzeug. Denn wie auch Florian R. Starflinger bereits zuvor an der Geige zeigte, bestätigte Fenzl am Kontrabass, dass klassische Instrumente mehr als klassische Musik können: Nämlich fetzige Balkan-Rhythmen, welche die Menschen auf und um den Rathausplatz herum in die Welt der ausgelassenen „Zigeunermusik“ entführten. Da hätte sogar ein Regenschauer gar keine Rolle mehr gespielt. 

Nach so einem Auftaktwochenende können die Indie-Rockband Madsen am Freitag, 24. Juni. um 19.30 Uhr und die britische Indie-Rockband Maximo Park am Montag, 27. Juni um 19.30 Uhr kommen. 

Anna Schwarz

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