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Der südliche Schul-Teil bleibt (M.), dazu kommt ein Dorfplatz (M.), eine Kita (l.), Wohnungen (oben) und Häuser (r.).

Neue Pläne im Bauausschuss

Ein Dorfplatz für Mitterndorf

Es gibt einen neuen Plan für das Gelände der ehemaligen Schule in Mitterndorf. Die Bürger haben ihn bereits abgesegnet, und nun auch der Bauausschuss – allerdings beide mit einigen Anregungen.

Das ganze Vorgehen für die Überplanung der ehemaligen Schule Mitterndorf war recht kompliziert – aber hat sich nun als erfolgreiches Konzept herausgestellt. Zunächst hatte die Stadt in einer Bürger-Diskussion herausgefunden, was ihre grundsätzlichen Wünsche an das Gelände waren. Dann entschied der Bauausschuss über Vorkriterien und wählte fünf Planungsbüros aus, die Vorschläge einreichen durften. Die wurden dann streng anonymisiert. Ein „Bewertungsgremium“ wählte einen Vorschlag aus. Der wurde dann wiederum den Bürgern vorgestellt, zusammen mit den anderen Vorschlägen, und was aus Sicht des Gremiums gegen diese sprach. Grundsätzlich waren die Bürger mit dem ausgewählten Vorschlag einverstanden, hatten aber noch einige Wünsche und Änderungsvorschläge. Genau wie auch nun der Bauausschuss: Auch der hatte einige Wünsche und Anregungen. Trotzdem steht nun grundsätzlich fest, wie das Gelände aussehen soll.

Von der Schule übrig bleiben soll nur der südliche Teil, das ist der älteste. Der Teil sei „identitätsstiftend“, hatten die Bürger laut OB Hartmann entschieden, „am hinteren Teil hängen sie nicht“. In diesem Haus sind derzeit Wohnungen, für Obdachlose. Es stehe nicht unter Denkmalschutz, sei aber in „einem guten Zustand“, so der OB. In dieses Haus könnte dann eine Krippe, ein Jugend- oder ein Bürgertreff. Richtung Brucker Straße, also im Norden des Grundstücks, soll ein längeres Gebäude hin, für geförderten Wohnungsbau, laut Plan mit etwa 22 Geschosswohnungen. Im westlichen Teil sind sechs „Hofhäuser“ geplant. Im östlichen Teil soll die Kita gebaut werden, zweistöckig, auch als Riegel gedacht – denn auf dem Grundstück gibt es eine „Geruchsproblematik“ vom angrenzenden Bauernhof her. In der Mitte soll eine Art Dorfplatz entstehen, mit einem großen Baum, und einem Spielgelände für Jung und Alt, es soll nicht stark möbliert werden. Die Erschließungsstraße würde einmal rundherum gehen, von der Ignaz-Taschner-Straße weg und wieder hin.

Was auch gleich der größte Kritikpunkt der Politiker – wie auch der Bürger – war: Warum kann das Grundstück nicht von der Brucker Straße, also der Staatsstraße 2339, erschlossen werden? Diese Hoffnung aber zerschlug Bauamtsleiter Michael Simon schnell: Das staatliche Bauamt Freising, das dafür zuständig ist, hat erklärt, dass es dort besonders schwierig sei, da es eine „Anschlussverbotszone“ sei. Die Politiker aber drängten darauf, es noch einmal zu versuchen – „man muss den Herren ab und zu a bisserl auf die Füße treten“, meinte Claus Weber (FW).

Geändert werden muss laut OB die Anzahl der Geschosswohnungen, im östlichen Teil des Gebäudes darf wegen des Geruchs wohl niemand wohnen – es wären dann nur noch etwa 17 Wohnungen. Ansonsten waren alle im großen und Ganzen zufrieden mit dem Konzept: Es gab keine Gegenstimme. Die streng geschützte Anonymität (ein Planer musste ausgeschlossen werden, weil er durch einen Anruf „die Anonymität gebrochen“ habe, so Simon) durfte also aufgehoben werden. Nach einem spannenden Öffnen des Umschlags gab es einige heitere Lacher im Saal: der Sieger heißt Emil Kath – Architekt aus Mitterndorf.

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