Das alte Spiegelbild: (v.l.) Faust jung (Yasin Rug), die Hexe Lilith (Moira Breece) und Faust alt (Tizian Bartling). reg

Faust samt Goethe - mal anders

Dachau - Faust mal anders: Das dachten sich die Schüler des P-Seminars am Ignaz-Taschner-Gymnasium. Modern, verständlich und tolerant sollte er sein. Aber dennoch einen Hauch von Goethe versprühen.

Bevor die Theatergruppe des ITG mit den Proben beginnen konnte, musste erst einmal der Faust-Text umgeschrieben werden. „Unser Ziel war es, unserem Publikum etwas zum Lachen zu präsentieren. Die Essenz von Goethes Stück musste aber erhalten bleiben“, erklärt Luisa Veits. Sie ist im Stück für die Klavierbegleitung zuständig und spielt die Hexe. Obwohl sich bei der Inszenierung unter der Leitung von Lehrerin Hedi Bäuml einiges verändert hat, ist vieles auch geblieben, wie es war: „Fausts Monolog am Anfang zum Beispiel haben wir nicht umgeschrieben“, sagt Adam Ben Khalifa. Seine Rolle für das Stück ist übrigens eine ganz besondere: „Ich bin sozusagen der rote Faden der Geschichte, der Erzähler und gleichzeitig der Erfinder überhaupt: Ich bin Goethe.“

Nicht nur Adams Rolle ist bei der Aufführung der Q12 und einigen Schülern der Q11 etwas besonderes. Auch Mephisto betritt die Bühne etwas anders, als man es vom Bösen gewohnt ist. Denn bei dieser Inszenierung ist Mephisto eine Frau. Und das hat einige Auswirkungen auf das Stück: „Für mich ist das Böse jetzt viel raffinierter, hinterlistiger“, findet Verena Oßwald. Neben Annemarie Jamborek spielt sie die Rolle des Bösen. „Unser Mephisto ist auch mit Sexappeal ausgestattet. Sie ist sexy und böse zugleich“, verrät Adam. Mephisto ist sexy, und Marthe (Nina Schrüfer) damit lesbisch: „Die Rolle der Marthe haben wir nicht verändert. Sie ist immer noch eine Frau“, sagt Tizian Bartling. Neben Alexander Weber spielt er den alten Faust, während Yasin Rug und Philipp Schmid die Rolle des jungen Fausts verkörpern.

Insgesamt erwarten die Besucher 19 Szenen, die sogar eine alternatives Ende der Geschichte beinhalten. Für Hedi Bäuml geht mit der Aufführung von Goethes berühmtem Werk ein langer Traum in Erfüllung: „Schon zu Zeiten meines Referendariats habe ich mir gewünscht, Faust einmal mit meinen Schülern aufführen zu können.“

Highlight des Stückes, da sind sich die Theaterlehrerin und ihre Schüler einig, ist die Walpurgisnacht: „Hier wird auf einmal alles richtig bunt. Neonfarben, schwarzlicht, man kann sich nur überraschen lassen“, erklärt Miriam Müller, die gemeinsam mit Josephin Rieger das Gretchen spielt. Noch eine große Überraschung erwartet die Zuschauer: „Es sei nur so viel verraten: Von Star Wars haben wir uns auch inspirieren lassen“, sagt Mirjam Kohn (Lieschen).

Die Aufführungen

finden am 20., 21., 25., und 28. Oktober jeweils um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle im Ignaz-Taschner-Gymnasium statt. Der Eintritt ist frei, über Spenden freuen sich die Schüler. „Wir würden uns wünschen, von dem Geld nach Weimar fahren zu können“, so Moira Breece (Hexe Lilith).

(reg)

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